Montag, 20. Dezember 2010

Mein kleines Weihnachtsgeschenk

Hallo meine lieben Freunde und Leser,

was dabei heraus kommt, wenn man in dieser schönen Welt unterwegs ist, an den wunderbarsten Plätzen Fotos machen darf, den Kopf (und das Internet) voll hat mit sinnvollen (und bisweilen auch sinnlosen) Weisheiten, ein wenig Zeit und ein nicht zu schwierig zu bedienendes Softwareprogramm für die Erstellung kleiner Clips, dass möchte ich Euch heute, sozusagen als kleines Weihnachtsgeschenk hiermit überreichen.

Getreu dem Motto : "Nehmt mich ernst, aber bitte nicht zzzuuuu ernst" , überlasse ich es Euch mit den im vorliegenden Clip auftauchenden "Weisheiten" ganz nach Belieben zu verfahren.
Mein Anliegen war es, Weisheiten, Dummheiten und Schönheiten dieser unserer (bisher noch) einmaligen Welt im Universum zu vereinen.
Genug gequatscht...."Macht was draus !"

  Hier gehts zum Film : http://www.youtube.com/watch?v=bQGNRz6p5Ts

Ich würde mich freuen, Euch nächstes Jahr ab und zu wieder hier begrüßen zu dürfen...
lasst es Euch gut gehen, bis die Tage
Angelika

Samstag, 18. Dezember 2010

Es weihnachtet sehr....


Wie wir alle unschwer erkennen können, geht es langsam aber sicher auf Weihnachten zu.
Alle Jahre wieder...es bleibt uns nichts erspart.
Spekulatius, Christstollen, Dominosteine,  Weihnachtsmänner soweit das Auge reicht, Jingle Bells zerren an den Nerven und den Gehörgängen, Es hagelt Weihnachtsgrüße per Email
(damit Du auch ganz sicher sein kannst, dass es weihnachtet), den Facebookern gehen so langsam die Weihnachtsherzchen aus, Weihnachtsfeiern, Weihnachtsgeschenke besorgen, Weihnachtslieder singen.
Nett sein zu Leuten die man eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann und denen man das ganze Jahr über lieber aus dem Weg geht. Nur weil Weihnachten ist?  Weihnachtszeit - besinnliche Zeit
Besinnlich ? Was ist an dem ganzen Stress der Vorweihnachtszeit noch besinnlich?
Was bedeutet es überhaupt, besinnlich zu sein?
Besinnung per Definition:
Die Besinnung bezeichnet einen charakteristischen Teilvollzug der Erlebnisverarbeitung, durch den Wesentliches vom Unwesentlichen getrennt wird, die Durchgestaltung des Erlebnismaterials von Wertorientierungen her erfolgt und neue Bedeutungsverleihungen, Ordnungen und Ziele zustande kommen.

Ah jetzt ja, alles klar... wir nutzen demnach die Vorweihnachtszeit um unsere Erlebnisse zu verarbeiten. Dabei trennen wir das Wesentliche vom Unwesentlichen, verleihen den Geschehnissen eine neue Bedeutung, überarbeiten unser Wertesystem, geben allem eine neue Ordnung und stecken uns neue Ziele....
Ja ... schön wärs....
Statt dessen plagen wir uns in überfüllten Geschäften mit der Auswahl der Geschenke (Tante Emma hat doch erst letztes Jahr 4711 geschenkt bekommen ... und irgendwie kommt mir die Krawatte bekannt vor ??), und stehen uns in endlosen Kassenschlangen die Beine in den Bauch.
Hauptsache die Geschenkverpackungsindustrie boomt....
Ich bin schon lange aus diesem sinnlosen Zinober ausgestiegen. Ich kaufe keine Geschenke nur weil der Kalender ein bestimmtes Datum anzeigt. Ich schenke lieber das ganze Jahr über, immer wenn mir danach zumute ist jemanden zu beschenken. Und überhaupt, warum soll ich mir Gedanken über Geschenke für Personen machen, mit denen mich nichts, aber wirklich absolut nichts verbindet? Warum sollte ich jemanden beglücken, der sich das ganze Jahr über benimmt, wie die Axt im Walde? Welche Motivation könnte ich haben, ein falsches Lächeln auf das Gesicht eines Menschen zaubern zu wollen? Oh! Vielen lieben Dank, genau so einen Schal wollte ich schon immer haben - gleich nach den Feiertagen werd ich versuchen dieses scheußliche Ding umzutauschen - und gerade dieser Heini kommt mit diesem Lumpen an, typisch...
Weihnachtszeit - besinnliche Zeit... Kling Glöckchen klingelingeling.
Ich ziehe die Besinnung vor...
Ich danke an dieser Stelle allen Menschen, die auf die eine oder andere Weise in diesem Jahr an meinen Erfahrungen und Erlebnissen beteiligt waren. Es ist Zeit alle Erlebnisse zu verarbeiten und das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen, ihnen Bedeutung zu verleihen und Ordnung zu schaffen. Meine Werte neu zu orientieren.
Viele Freunde, nahe und ferne Bekannte, Familienangehörige und andere Menschen bis hin zum Metzger haben mir in den vergangenen 11 Monaten, eine Unmenge an Erlebnissen und Erfahrungen beschert. Dafür danke ich jedem einzelnen von ganzem Herzen. Einige meiner Erlebnisse sind ja auf diesem Blog veröffentlicht und jedermann zugänglich. Andere aus verschiedenen Gründen nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere von Euch sicherlich neugierig wäre, mehr von meinen Erlebnissen zu hören/ lesen. Nun, ich werde auch weiterhin meine Erlebnisse hier veröffentlichen und jeden daran teilhaben lassen, der daran teilhaben möchte. Ich bitte jedoch bereits im Vorfeld um Verständnis dafür, das ICH hier diejenige bin, die die Werte festlegt. Ich entscheide, was wert ist erzählt zu werden und was nicht.
Aber was red ich, dass dürfte eh schon jedem klar gewesen sein...
Doch zurück zu meiner Erlebnisverarbeitung. In meiner persönlichen Besinnungs,- und Verarbeitungszeit ist mir bewußt geworden, dass ich es in diesem Jahr mit einigen Exemplaren der menschlichen Gattung zu tun bekommen habe, die es auserordentlich zu erwähnen gilt.
Da war die Gattung, der Mißgünstigen und Neider. Die Gattung der Unbelehrbaren, die Lippenbekenner die zwar verbal etwas behaupten, aber ständig etwas völlig Gegenteiliges tun. Da gabs die Freunde, mit denen man lachen und Spass haben kann, aber auch ernsthafte Gedanken austauschen kann. Die Sorte Menschen, mit denen man sich schweigend austauschen kann. Die Oberflächigen, bei denen Null geistiger Tiefgang zu verzeichnen war. Usw usw, diese Liste liese sich noch um ungezählte andere verlängern. Aber ich denke Ihr wißt schon was ich meine. Ihnen allen bin ich dankbar für die Erfahrungen, die ich mit ihnen machen durfte. Sind sie mir doch alle ein wertvoller Lehrer gewesen. Zwangen (und werden mich auch weiterhin zwingen) mich selbst kritisch zu betrachten und abzuwägen. Bin ich selbst auch so? Will ich so sein? Ich habe die Wahl, in jeder Sekunde meines Lebens und nur wenn ich die endlose Zahl an Möglichkeiten betrachte und mich selbst immer wieder frage: Ist es das was ich will? Bin ich genau so? Habe ich eine Chance mich zu korregieren, mein eigenes Verhalten zu ändern, mich den äußerlichen Veränderungen anzupassen, ohne meine Individualität aufgeben zu müssen. Das funktioniert jedoch nur mit einer gehörigen Portion Selbstkritik.

Jeder einzelne von Euch ist Teil meines Lebens, egal wie lange eine Erfahrung dauert. Jeder einzelne von Euch hat seinen Anteil an meiner Entwicklung. Auch dafür sage ich "Danke".

Ihr seit es, die mir die Möglichkeit geben, mich zu idenfizieren, aber auch mich abzugrenzen, zu distanzieren.
Die Liste der Menschen, mit denen ich mich identifizieren kann ist so lang, dass ich einfach davon ausgehe, dass jeder schon wissen wird, dass er / sie dazugehört.
Nur um jeden Zweifel zu beseitigen, ich distanzieren mich von Menschen, die die Schuld für ihr bescheidenes Leben immer nur bei anderen suchen, distanziere mich von Menschen, die auf alles und jeden neidisch sind und anderen einfach alles mißgönnen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nach zu denken, was SIE selbst anders machen könnten. Ich distanziere mich von Menschen, die ihre Mitmenschen emotional erpressen. Ich distanziere mich von Menschen, die Ihre Umgebung durch eingeredete Schuldgefühle gefügig machen wollen.
Ich distanziere mich ebenfalls von jedem, der das Geschenk des Lebens ablehnt und nicht bereit ist Verantwortung für seine Gedanken und Taten zu übernehmen.
Diese Jahr war ein ganz besonderes Jahr für mich und alle meine Mitmenschen haben mich reich beschenkt.
Also kannst Du es Dir ersparen, Dich im Laden anzustellen, Dir den Kopf darüber zu zerbrechen, womit Du mir eine Freude bereiten könntest. Du hast das bereits getan. Die Freude Deine Bekanntschaft, Deiner Freundschaft, Deiner Zuneigung......
Danke für alles !
Besinnliche Weihnachten wünscht Euch Angelika

Freitag, 12. November 2010

Herbstimpressionen Oktober 2010

So ist das mit mir... erst wochenlang gar nix, dann wieder alles auf einmal. Ich war schon in der Schule ein Saisonarbeiter, immer erst lernen, wenns nötig war. Spass beiseite. Wie ich ja schon gesagt hab, wir sind wieder in schönen Brasilien angekommen. Die letzten 4 Wochen haben wir den deutschen Herbst in vollen Zügen genossen. Ne ne wir sind nicht mit der Deutschen Bundesbahn durchs Land gezogen. Viel zu teuer und viiieeellll zu langsam. Das hatten wir bereits in anderen Jahren. Züge die verspätet fahren, Zugbegleiter die sich in Luft auflösen, wenn sie die Verspätung fürs Zug gebundene Ticket bestätigen sollen ( wohin die immer verschwinden?). Züge die auf offener Strecke anhalten, weil die Toiletten defekt sind und das Zugpersonal Pipi machen muss...(echt wahr! ich war dabei). Fahrpreise die sich verdoppeln - will heißen Preise im Internet sind nicht unbedingt mit den Preisen am Schalter identisch... usw usw
Also das braucht wirklich kein Mensch....
Doch zurück zum Thema. In den letzten 4 Wochen waren wir mal wieder im schönen, herbstlichen Deutschland unterwegs. Von Hamburg bis München. Klar hab ich es mir nicht nehmen lassen einige Impressionen mit nach Hause zu bringen. Unsere Freunde hier können sich kaum vorstellen, wie schön der Herbst sein kann. Doch ich hab mir dann gedacht... ich schreibe meinen kleinen Block aus vielen Ländern dieser Welt, warum nicht auch mal was über Deutschland?
Als erstes waren wir im Herzen Deutschlands in Kassel. Mal davon abgesehen, dass Kassel eine schöne Stadt ist, hat sie jede Menge zu bieten. Nicht nur Documenta und Herkules...Nein auch die Knallhütte...
Wie ihr kennt die Knallhütte nicht? na aber Hallo... dort gibt es super gutes Bier, Knallhütter halt...tolles Essen
(was für Thomas)

Eben alles Gute, was man sich in einer Brauerei wünscht. Doch das ist noch lange nicht alles. Nur gut essen und trinken ist ja schon ok, aber die Knallhütte hat noch mehr zu bieten. Genau hier nämlich wurde im Jahre 1755, Dorothea Viehmann geboren. Was macht ihr denn jetzt für lange Gesichter ? Sagt bloß ihr kennt Dorothea Viehmann nicht?  Ups...na dann werd ich mal diese kleine, unbedeutende Bildungslücke schließen. Die Gebrüder Grimm die kennt ihr aber? Jepp genau, das waren die mit den Märchen, Hänsel und Gretel, Das tapfere Schneiderlein, Der Froschkönig, Rapunzel um nur ein paar zu nennen. Tja und was glaubt ihr, wer diese ganzen Märchen, die die Gebrüder Grimm aufgeschrieben haben, den beiden erzählt hat? AAhhh ja genau...das war die Dorothea Viehmann, aus Kassel, geboren in der Knallhütte. Nu isses wieder rund..
Und deshalb stolpert man hier in und um die Knallhütte auch über so manches märchenhaften Detail....
Also warum nicht mal einen Ausflug nach Kassel machen? Wer jetzt Lust auf Märchen der Gebrüder Grimm bekommen hat...hier findet ihr sicher die ein oder andere Geschichte zum lesen, vorlesen oder erzählen.
http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/index?page=1
Ich jedenfalls freu mich schon drauf, das ein oder andere Märchen Klein Emily zu erzählen.
Nun war ich, ich muss es zugeben, durch unseren Aufenthalt in Kassel und in der Knallhütte ein wenig vorbelastet. Kein Wunder also, dass mir auf unserer Fahrt durch das Hessenland die ein oder andere Burg ins Auge sprang.... war es vielleicht hier, wo Aschenputtel zum Ball ging, den Schuh verlor und das Herz des Prinzen eroberte?

Genug der Märchen für heute...doch vielleicht sollten wir hin und wieder ins Märchenland verschwinden, der Realität für einige Augenblicke den Rücken zu wenden und die tiefen Weisheiten alter Märchen und Geschichten neu entdecken...
Wer mag kommt jetzt noch mit mir ins Fotoalbum um zu sehen, wie schön der Herbst in Deutschland sein kann und um sich entführen zu lassen an den Rand einer wunderbaren Welt...
Herbstimpressionen

Wieder daheim

Hallo Ihr Lieben,
wir sind endlich wieder daheim. Nach 33 Std Nonstop Reisezeit, gestern Abend glücklich wieder daheim angekommen. So sehr ich die Seminarzeiten in Old Germany auch mag... ich bin doch froh wieder im beschaulichen Hermena angekommen zu sein. Die Sonne scheint,  freundliche 21 Grad erwärmen Herz und Gemüt, nach den herbstlichen Temperaturen in Deutschland. Das ein oder andere Seminarfoto ist ja bereits bei Facebook gepostet, weshalb ich Euch hier nicht auch noch damit langweilen werde. Ich habe viel was schöneres... Klein Emily, mein Enkelchen...nunmehr bereits 1 Jahr alt. Deswegen ziehe ich es heute vor, Euch mit einigen Fotos zu beglücken.
Mehr wer von der kleinen Maus sehen will...der klick einfach hier
http://picasaweb.google.com/Anquelica/Emily#
Viel Spass

Donnerstag, 16. September 2010

Ein Bayer in Brasilien - In Hermena Teil 4

So Ihr Lieben, heute gehts ein bisschen weiter im Text. Genauer gesagt ein wenig mehr von Bertl und seinen Begegnungen der dritten Art am untersten südlichen Zipfel von Brasilien. Da wir ja mit dem Bertl schon einen Regentag in Santa Vitoria do Palmar verbracht hatten, wurde es nun endlich Zeit auch mal einen schönen Sonnentag in Chuy und anschließend noch in Santa Vitoria zu verbringen. Santa Vitoria do Palmar war für Bertl an diesem Tag eher mit unangenehmen Gefühlen verbunden...hatte unser Bertl sich doch einen Zahn wackelig gebissen und litt seither an Zahnschmerzen...doch bevor ich ihn dann zum Schafott ..sprich zum Zahnarzt bringen wollte, dachte ich mir eine kleine Ablenkung könne nicht schaden.
Unsere Bushaltestelle in Hermena, hier fährt mehrmals täglich der Bus in die nahegelegene Stadt. Pünktlich versteht sich....





Sehr zur Bertls Verwunderung nötige ich ihn mitten im Nirgendwo zum aussteigen...
Wir überqueren die Landstraße und warten zusammen mit ein paar anderen Fahrgästen auf den Bus aus der Stadt, der uns dann weiter nach Chuy bringen soll...
Bertl fragt unsicher..."Bist du sicher, das hier der Bus hält? Hier ist doch nirgendwo eine Bushaltestelle." Ich bin sicher, Bushaltestellen gibt es hier nur innerhalb der Ortsgrenzen, bzw Stadtgrenzen. Ausserhalb hält der Bus immer dann wenn jemand am Straßenrand steht und winkt. So funktioniert hier Busfahren....
Erst als der Bus dann wirklich anhält verschwinden die letzten Zweifel von Bertls gerunzelter Stirn....




Bertls Impressionen von der Grenzstadt Chuy findet ihr hier :
http://picasaweb.google.de/bayernbert/EinBayerInBrasilien06Chui08092010#


Kurz bevor wir uns auf den Weg zurück nach Santa Vitoria machen, bekommt Bertl noch zur Ablenkung und zur Beruhigung eine der hiesigen Spezialitäten ....



Ja ganz richtig...Softeis....und zwar das Beste Softeis der ganzen Stadt...und für alle Reiseführerbesserwisser...man kann durchaus bedenkenlos Softeis in Brasilien essen, ohne gleich Salmonellenvergiftung oder sonstwas zu bekommen...die Hygienevorschriften sind hier sehr streng und werden vor allem TÄGLICH kontrolliert...Wer immer noch an das glaubt, was ihm Reisführer und einschlägig bekannte, unfugverbreitende Zeitschriften verbreiten, dem entgehen mit absoluter Sicherheit Unmengen an Erfahrungen, nicht nur kulinarischer Art.....
Bertl auf jeden Fall hats nicht nur super geschmeckt...er hats auch ohne Nebenwirkungen überstanden....

Doch dann wurde es ernst...Dr. Marcos wartet...
Bertl hat sichtlich weiche Knie....und ist hinterher total erstaunt ...nicht nur über die saubere Ausstattung der Praxis, sondern auch über die Kompetente Behandlung...man fragt sich wirklich..Bertl Was hattest Du erwartet ?....
Hammer und Meißel ? Kokosmatten und rostige Zangen ?
Scherz beiseite...zum Glück kann Bertl nun seine Reiseerfahrungen ohne Schmerzen weiter genießen. Seien wir ehrlich...es gibt nichts schlimmeres, als sich durch Zahnschmerzen die Ferien verderben zu lassen.
Und nun...ich kann es mir einfach nicht verkneifen...an alle selbsternannten Hellseher und Channel-Queens...die bereits Bertl vor Reiseantritt das allerschlimmst Prophezeit haben...ja selbst nicht davor halt gemacht haben uns dazu bringen zu wollen,  Bertl diese Reise auszureden...
HERBERT lebt !! Er erfreut sich bester Gesundheit !! Diese Reise hat ihn bisher wider aller Voraussagen
NICHT umgebracht....Und sie wird es auch nicht tun...
Ach ja und bevor ichs vergesse...hier gibt es den Link zu allen Fotoalben von Bertl.
http://picasaweb.google.de/bayernbert

Samstag, 11. September 2010

Ein Bayer in Brasilien - In Hermena Teil 3

Nachdem nun endlich wieder das Internet funktioniert...
und endlich die Sonne wieder scheint,
wird es Zeit den längsten Sandstrand der Welt zu
erobern...
Laut Guiness Buch der Rekorde liegt Hermenegildo
am längsten Sandstrand der Welt von Cassino - in der Nähe von Rio Grande, bis nach Chuy gibt es 254 Kilometer nichts als Sand und Meer...




Klare Sache das lädt zu endlosen Spaziergängen ein ...sehr zur Freude von Klein Scooby dem nichts mehr Freude macht als den Möwen hinterher zu jagen...auch wenn seine Aussichten auf Erfolg bei weit unter Null liegen.







Menschenleer und nahezu unendlich weit zieht sich unser einsamer Strand. Für Menschen die Ruhe und Einsamkeit suchen, gibt es wahrscheinlich keinen vergleichbaren Ort auf dieser Welt. Wer jedoch den perfekt durchorganisierten Tourismus braucht, der ist hier völlig fehl am Platz. Hier gibt es keine Hotels, nur 2 Posadas, dafür jedoch jede Menge Ruhe, nette Menschen, Frieden und Freunde.
Naja und nun...ihr könnt es Euch sicher schon denken...
mehr Fotos von einem der letzten Paradiese gibt es wieder....Wo? ...Na klar auf dem Link ...
http://picasaweb.google.de/bayernbert/EinBayerInBrasilien04StrandimpressionenVomBadeortHermengildoHermena#

Ein Bayer in Brasilien - Santa Vitoria do Palmar

Trotz Besuch gilt es doch auch unsere tägliche Routine nicht aus den Augen zu verlieren. Einkaufen im Dorf in der hiesigen Paderia, bei Noris und Daniel ( Fotos gibts im Blog von gestern !), gehören genauso dazu, wie meine wöchentlichen Fahrten nach Santa Vitoria do Palmar, unserer kleinen Kreisstadt ca. 30 Kilometer von Hermena entfernt. Ausflüge nach Santa Vitoria do Palmar sind in der Regel Tagesausflüge. Am frühen Mittag machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle im Herzen Hermenas ( Fotos vom Zentrum Hermenas gibt es übrigens hier : http://picasaweb.google.de/bayernbert/EinBayerInBrasilien03DasZentrumDesBadeortesHermena# )

Überall gibt es für Bertl was Neues zu entdecken...seien es die Häuser, der Straßenzustand, die Leute...
denn überall wo Bertl auftaucht, stellt man sich gern in Pose für ein Foto, und jeder kommt offen und neugierig auf uns zu, um mehr über Bertl und seine bayrische Heimat zu erfahren....



Gastfreundlichkeit, Offenheit, Herzlichkeit sind hier mehr als Phrasen...sie werden hier noch gelebt...zeichnen die Lebensart der Gauchos aus Rio Grande do Sul

Und wenn Ihr mehr von Santa Vitoria do Palmar sehen wollt...wie immer einfach dem Link folgen :
http://picasaweb.google.de/bayernbert/EinBayerInBrasilien05EinTagInSantaVitoriaDoPalmar#

Ein Bayer in Brasilien - In Hermena Teil 2

Nachdem Bertl dann zum ersten Mal einem richtigen Gaucho über den Weg gelaufen war...
So richtig mit Pluderhose, Kappe und dem obligatorischen Chimarrao, dem hiesigen Nationalgetränk, war es nur eine Frage der Zeit, bis er selber herausfinden musste, was es damit auf sich hat.....

Erste vorsichtige Versuche....

Die Begeisterung hält sich in Grenzen :-))

Das endgültige Urteil : Das schmeckt wie Heuwiese ganz hinten links.....

Ein Bayer in Brasilien - In Hermena

Auf vielfachen Wunsch...gehts weiter.
Zusammen mit Bertl sind auch die Santa Rosa Winde in Hermena angekommen. Die Santa Rosa Winde sind ein jährlich, Ende August auftretendes, Wetterphänomen. Zusammen mit starken Winden kommen Gewitter und heftige Regenfälle. In diesem Jahr wollten die Santa Rosa Winde anscheinend der Bertl besonders beeindrucken und haben uns ganze 6 Tage lang mit Regen, Regen, Regen beglückt. Wie das hier nun mal so ist...bedeutet heftiger Regen und starke Gewitter bei uns auch gleichzeitig...längere Stromausfälle und damit verbundene Internetausfälle. Um den ganzen nun auch noch die Krone auf zu setzen hat der Blitz in den Sendemast eingeschlagen und damit den Totalausfall des Internets bewirkt. 5 lange Tage ohne Internet....
Nun ja, für uns, die wir hier ja schon eine Weile leben, völlig normal....
Für Bertl....völlig unverständlich...
Warum repariert der Mensch das nicht?
Weil er bei dem Wetter nicht auf den 30m hohen Turm klettern kann...
Wieso denn hoch klettern? Warum bestellt er keinen Kranplattform-Wagen?
Wir halten uns die Bäuche vor lachen....Weil es so was hier im Umkreis von 300 Kilometern nicht gibt?
Doch dann endlich am Samstag, am späten Vormittag, klart es auf...Optimismus macht sich breit...heute, heute wird es repariert...
Ich bedauere es wirklich aufrichtig, Bertls Optimismus im Keim ersticken zu müssen....
Ab Samstag Mittag wird nicht mehr gearbeitet...und außerdem weiß ich, das unser Internetmensch, seiner Gattin hat versprechen müssen, das die Wochenenden heilig sind...Keine Arbeit, Keine Kunden von Samstag-Mittag 12.00 Uhr bis Montag - Morgen 9.30 Uhr...
Bertl steht der Mund offen....er kann es nicht glauben...Des geht doch nicht...Das kann doch nicht sein...Der muss doch...seine Kunden...
Er kann es nicht fassen...und wir liegen am Boden vor lachen....
Nicht falsch verstehen, wir lachen den Bertl nicht aus...ganz im Gegenteil...
Wir amüsieren uns köstlich, weil sich hier ganz deutlich zeigt:

In Deutschland ist alles durchorganisiert...bis ins kleinste Detail geregelt...da gibt es keinen Platz mehr für Improvisationen...alles geregelt, alles durchdacht...und wir erwarten immer in anderen Ländern die gleichen Voraussetzungen vor zu finden...der Gedanke das es den Menschen hier wichtiger ist, ihre Zeit mit der Familie zu verbringen, anstatt seine Kunden zufrieden zu stellen, ist in der Regel erstmal befremdlich...
Doch haben wir gemeinsam mit Bertl, die Zeit genutzt um darüber nach zu denken, ob es nicht doch die westlich-materiell eingestellte Welt sein könnte......die sich auf dem Holzweg befindet...????

Die kurzen Regenpausen nutzen wir, um Bertl einen ersten Eindruck von unserem schönen, wenn auch nassen Hermena zu vermitteln...und was er dort sah...seht ihr hier :

http://picasaweb.google.de/bayernbert/EinBayerInBrasilien02GeliUndFriedbertSHeimatDerBadeortHermengildoHermena#

Mittwoch, 1. September 2010

Ein Bayer in Brasilien 30.08.2010

Die Taxifahrt erinnerte mich an die Geschichte eines Touristen, welcher im Taxi durch die unendliche Weiten der Straßen in Rom die Fahrweise dieser Spezies der rasanten Beförderung hautnah erleben durfte. Überrascht den Droschkenchauffeur fragte, warum denn dieser jetzt eigentlich bei "grün" anhalten würde, da er ja schließlich bereits mindestens zehn "rot" anzeigende Lichtzeichenanlagen überfahren habe. Worauf der Genius des rollenden Fahrgastgewerbes zur Erklärung gab, dass ja schließlich ein Kollege kommen könnte.
Diese Taxifahrt, war 100% damit identisch!

Während jene Taxifahrt, wenigstens mit einem für mich verkehrstüchtigem und gepflegtem Fahrzeug mir schon sehr abenteuerlich erschien, steigerte sich dieses bei der rund 30 km langen Fahrt von Busbahnhof Santa Vitoria do Palmar nach Hermengildo (Hermena im Volksmund) zur Begegnung der dritten Art.

Nicht nur dass die Fahrwege, als Straße kann man es irgendwie nicht so wirklich bezeichnen, diplomatisch ausgedrückt, einige Unebenheiten aufwiesen, war auch noch das Fahrzeug, oder was immer es auch war, den Bodenverhältnisssen doch sehr angepasst. Neben dem erheblich fortgeschrittenen Alters des Vehikels besaß es offensichtlich weder Stoßdämpfer noch irgendwelche Mechanismen um die Seitenscheibe in Position zu halten.
Bei jeder Unebenheit des unbekannten Untergrundes, und davon gab es schier unendliche, musste man befürchten, dass das Vehikel das rund 30 km entfernte Ziel wohl nur noch in Einzelteilen erreichen werden könne.

Eines möchte ich aber nicht versäumen zu erwähnen. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die ich wirklich das Vergnügen hatte, im größten Land des südamerikanischen Kontinents kennenlernen zu dürfen, war bisher sprichwörtlich.

Dienstag, 31. August 2010

Ein Bayer in Brasilien 30.Aug.2010

Gestern haben wir den Bertl am Flughafen eingesammelt. Nun dürft ihr aber nicht glauben, damit sei er am Ziel seiner Reise angekommen. Nach einer erholsamen Nacht im Hotel Acores in Porto Alegre, haben wir bis zur Abfahrt des Busses, der uns die nächsten 535 km unserem vorläufigen Endziel - Hermenegildo - näher bringen soll noch ein wenig Zeit und so machen wir einen kleinen Spaziergang durch Porto Alegre. Ein paar Worte zu Porto Alegre...
Porto Alegre ist die Landeshauptstadt des brasilianischen Bundeslandes Rio Grande do Sul, dem südlichsten Bundesstaat Brasiliens.





Bertl ist bereits halb erschlagen von all den neuen Eindrücken. Taxifahrt fand er rasant...hm ich fand sie normal. Aber wie schon erwähnt. Die Anreise ist noch lange nicht beendet, denn nun geht es zum Busbahnhof um den Mittagsbus nach Santa Vitoria do Palmar zu erwischen.

Ganze 8 Stunden wird es dauern, bis uns dieser Bus endlich nach Hause bringen wird. Ganz wohl ist dem Bertl bei dem Gedanken an die lange Fahrt nicht, aber es hilft nix...da müssen wir durch.


Nach rund 250km macht unser Bus ja zum Glück eine kurze Pause an einem netten gepflegten Rasthaus.




Und in gewohnter Weise...mehr Fotos gibts hier :

http://picasaweb.google.de/bayernbert/EinBayerInBrasilien01AnreiseBrasiliaPortoAlegreGlucklicherHafen#

Ein Bayer in Brasilien oder...

Bertl erobert Südamerika....
Sonntag 29.Aug. 2010. Herbert ist auf dem Weg nach Brasilien. Mit wackeligen Knien und voller Ungewißheit was die nächsten 4 Wochen für in bereit halten. Doch neben dieser Ungewißheit gilt ja zuerst einmal die Flugangst zu überwinden. Denn um zu uns zu kommen, müssen etliche Flugstunden zurück gelegt werden. Zweimaliges Umsteigen in fremden Ländern bewältig werden. Doch dann ist es endlich soweit...nach 26 bangen, aufregenden Stunden ist er müde, aber glücklich in Porto Alegre gelandet.

Donnerstag, 26. August 2010

Sollen Hunde fernsehen ?

Da wir ja nun selber wieder auf den Hund gekommen sind....
Klein Scooby nun 5 Monate alter Labradormischling...machen wir uns natürlich auch so unsere Gedanken
um seine Erziehung, Ernährung und auch Bildung...
So googelte ich mich also durch so einige Seiten zum Thema...von Hundschule, über Impfungen, Ernährungstipps und Pflegeanleitungen für seine Schlappohren, bis hin zur Konsultation eines Tierkommunikators...
der mir versicherte, Klein Scooby sei die Reinkarnations meines Hamster, der im Jahr 1982 von meinem Cockerspaniel gefressen wurde....

Doch den wohl wertvollsten aller Tipps fand ich hier und komme nicht umhin, ihn mit meinen Freunden und anderen Tierliebhabern zu teilen

http://www.youtube.com/watch?v=RJp_uPtA4UY&feature=related


Sorry Feunde...wie gehabt...nehmt nicht alles so ernst....

Mittwoch, 21. Juli 2010

Dr. House - Aber sonst gesund

Aber sonst gesund....
denn beim kleinsten Befund, werfe ich mir kunterbunt meinen Pillen in den Schlund....
und mach die Pharmaindustrie gesund.....

Montag, 3. Mai 2010

Gedanken zu esoterischen, spirituellen, magischen und energetischen Praktiken.

Liebe Freunde meines kleinen unbedeutenden Blogs...
gelangweite Leserschaft...
Ich habe mich in den letzten Tagen mehrfach gefragt :
Warum beschäftigen wir Menschen uns mit esoterischen, spirituellen, energetischen oder magischen Praktiken?
Dank der modernen Medien (Filmindustrie, Internet etc.) glauben viele Menschen, es bedürfe lediglich einiger einstudierten Handbewegungen, stilvoll in Szene gestellter Kerzen, ein wenig Rauch aus einer bei Lidl (keine Werbung) erworbenen Teekräutermischungen und selbstredend einem "magischen Mantel" (der darf unter gar keinen Umständen fehlen ! - am besten bei Ebay günstig ersteigert - von einem anderen Hobbymagier) und schon verwandelt man sich in eine Hexe, einen Heiler, einen Wahrsager, ein Medium, oder sonst was beeindruckendes. Dann werkelt man sich noch rasch einen magischen Kreis und Schwuppdiwupp, erscheinen die tollsten Gestalten. Diese kann man dann ohne zu zögern als Engel, Dämonen, Götter, aufgestiegene Meister oder was sich sonst noch so trollt auf diesem bunten Markt bezeichnen.
Und all diese herbeigerufenen Gestalten haben nichts weiter im Sinn, als ihren Beschwörern sofort und augenblicklich, jeden Wunsch von den Lippen abzulesen und selbstredend - Sofort zu erfüllen!
Für all jene Beschäftigungen - und das ist das Beste daran - bedarf es keinerlei Vorkenntnisse und ein jeder kann alles erreichen, ohne auch nur den Hauch von Verantwortungsbewußtsein.

Zum Glück ist es doch in Wahrheit nicht ganz so einfach.
In der Tat sieht es so aus, dass der Antrieb eines Menschen sich mit energetischen, magischen, spirituellen oder esoterischen Themen zu beschäftigen, oftmals aus deren eigener Frustration, aus ihrem Zorn, ihrer Wut, ihrer Angst oder mangeldem Selbstbewußtsein zu finden ist.
Frustrierte Zeitgenossen glauben oftmals ihr Leben, ihr Schicksal nicht durch eigene Kraft in den Griff bekommen zu können. Sie suchen nach Lösungen für ihre Problemchen. Lösungen bei denen sie nicht selber aktiv werden müssen, oder gar die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen müssen.
Sie leben in dem Wahn, ein bisschen Fidifidi hier, eine hübsche Verkleidung da und all ihre Probleme lösen sich auf Nimmerwiedersehen in Luft auf. Für diese Menschen sind magische, esoterische, spirituelle etc Themen "Die Entschuldigung", die "Fluchmöglichkeit" , sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Nicht die Verantwortung übernehmen zu können, das Brett vor ihrem Kopf nicht beseitigen zu müssen. Sie wollen einfach nicht in sich selbst, in ihrem Innersten nachsehen müssen, weil sie erkennen könnten, dass 98% ihrer Probleme von ihnen selbst verursacht werden und diese sich ganz einfach durch ein paar kleine Veränderungen ihres Denkens oder Handelns beseitigen ließen.
Kommt ja überhaupt nicht in Frage!
Ich bin ein Magier! Ich bin ein Heiler! Ich bin ein Medium! Ich bin eine Hellseherin! Ich bin eine "Wasweißichnichtnochalles" !
Meine Probleme sind doch nicht MEINE Schuld! Es sind die negativen Energien, der böse Blick meiner Nachbarin, die negativen Geistwesen die andere mir geschickt haben, das Hemd das der Metzger heute morgen an hatte ist Schuld....
Alle, alles mögliche ist Ursache meiner Probleme, aber doch nicht ICH !
Und außerdem gehöre ich einer geheimen, wichtigen, elitären Elite an. Das niedere Gewürm in meinem unmittelbaren Umfeld hat mir gefälligst den nötigen Respekt uneingeschränkte Bewunderung und Hochachtung entgegen zu bringen.
Nein, nicht ich bin es, die/der auf dem Holzweg ist. Nicht ich bin es der/die nur noch hanebüchenden Schwachsinn von sich gibt.
Ihr seid es, die mein Genie nicht erkennen, geschweige denn zu würdigen wissen. Ihr seid die Dummköpfe, die nicht begreifen, dass ich Euch mit ein paar gemurmelten Worten vernichten könnte. Nur meine unendliche Güte bewahrt Euch vor einem Schicksal, dass so grausam ist, dass es mir schon allein bei dem Gedanken daran schaudert.
Also ! Wenn Du schon keinen Respekt vor mir hast, dann zittere wenigstens vor Angst!

Noch problematischer erweist sich die Spezies "Mensch", die sich selbst für noch begnadeter als die ohnehin schon Begnadeten halten.
Sie behaupten oftmals von sich (ohne das man auch nur ansatzweise danach gefragt hätte), einen direkten "Draht" zu Jesus, dem oder dem aufgestiegenen Meister usw zu haben. Diese Spezies findet man häufig unter den selbsternannten, "weißen Magiern", guten Feen, Sprachrohren der Engel. Und sie weisen alles Dunkle, Schwarzmagische weit von sich. Soweit von sich, dass sie dabei leider oftmals übersehen, dass das Gute ohne das Böse, das Lichte ohne das Dunkle, gar nicht bestehen könnte.
Sie gehören zu jenen, die "nur" das Gute sehen, tun, hören, spüren und alles andere schlicht und ergreifend ausblenden. Diese Gattung zeichnet sich dadurch aus, dass sie jedem, gefragt oder ungefragt, gebeten oder ungebeten ihren Rat, ihre göttlichen Gaben, aufdrängen.
Wenn ihr mich fragt (aber mich fragt ja keiner), leiden solche Menschen an einem mehr als ausgeprägtem Helfersyndrom, die nicht merken, dass sie sich durch ihr Tun und Handeln aus dem biologischen und vor allem aus dem universellen Gleichgewicht bringen. Sie merken es in der Regel solange nicht, bis es zum Zusammenbruch kommt. Und oftmals auch darüber hinaus nicht.
Menschen dieser Veranlagung neigen sehr häufig zu Nervenzusammenbrüchen, Depressionen, fallen in tiefe schwarze emotionale Löcher usw.
Häufig klagen sie in solchen Situationen andere an, "sie" seien immer für sie da gewesen -Tag und Nacht -und wenn "sie" mal jemanden bräuchten, dann wäre "nie" jemand für sie da.
Wagt man dann nach dem 100 Zusammenbruch dem/der Begnadeten mal darauf hinzuweisen, dass Er/Sie vielleicht auch seinen Teil dazu beiträgt, dass es Ihm/Ihr mal WIEDER so schlecht geht, könnt ihr sicher sein, dass sie sofort einschnappen, den Beleidigten Mimen, nicht ohne sich jedoch noch für Euer "mangelndes Verständnis" bedankt zu haben.

Filmindustrie, Zeitungen, Bücher und Internet machen es uns heute leicht an Wissen und Informationen zu gelangen. Doch trägt all das auch zu dem heutigen Dilemma bei. Viele (zu viele) Menschen glauben, wenn sie ein Buch übers channeln gelesen haben, transformieren sie sich sofort selbst in ein Medium und können ab sofort anderen ihre Weisheiten verkaufen. Nicht jeder der mal ein Pferd von weitem gesehen hat wird automatisch zum Pferdeflüsterer. Das gleiche gilt für Magie, Energien, Engel, Kartenlegen usw usw


Egal welchen Weg wir einschlagen wollen, das wichtigste bei allen esoterischen, energetischen, spirituellen oder magischen Praktiken ist es, sich NICHT von der eigenen Persönlichkeit zu entfernen. All diese Praktiken sollen uns dabei helfen, sich SELBST zu erkennen, sein eigenes Leben und Schicksal zu meistern!
Es geht NICHT darum den Interessen anderer zu dienen. Es geht NIEMALS darum sich zum großen Menschenhelfer auszurufen.
Es geht immer und einzig nur um unser eigenes SEIN.

Mittwoch, 14. April 2010

Pantanal - Schnorcheln

Heute mach ichs ganz kurz....ein kleiner Einblick in unsere Schnorcheltour im Rio Sucuri...

Schnorcheln im Rio Sucuri.....kleiner Video um auf den Geschmack zu kommen.

Montag, 12. April 2010

Pantanal -07.04.2010 - Estancia Aqua Viva

Heute Morgen ging es schon früh los. Um halb 8 - pünktlich wie kaum in Brasilien zu finden - steht Jose vor der Tür um mit uns zur Estancia Aqua Viva zu fahren. Wie schon gestern haben wir keine Ahnung, was uns dort erwarten wird. Wir wissen lediglich, dass das Essen von Dona Diuva das beste der gesamten Region sein soll. Gegen halb 9 erreichen wir die Estancia und wie bereits gestern, sind wir gebannt von der Ruhe, der vielfältigen Natur und der netten Art der hiesigen Bewohner. Die Hausherrin begrüßt uns persönlich, zeigt uns Haus und Gelände und läd uns ein, uns wie zu Hause zu fühlen. Wir machen einen kleinen Rundgang auf der Estancia, entlang an einem kleinen Flüsschen, unter schattigen Bäumen, Vögel und der kleine Pinscher des Hauses begleiten uns. Und zeigt uns Dona Diuva wie man einen Tucan füttert. Man nehme ein Stückchen Frucht zwischen die Lippen und schon gehts los.

Etwas später am Vormittag kommen langsam immer mehr Touris auf der Estancia zusammen. Und dann lernen wir David kennen. David wird gleich mit uns einen Urwaldtrip zu verschiedenen Wasserfällen machen. Also Badeklamotten unterziehen und schon gehts los. Hinein ins Dickicht. Im Gänsemarsch, oder Indianerreihe wie man hier sagt, gehts auf einem schmalen ausgetrappelten Pfad los. Im Schatten der hohen Bäume ist es angenehm kühl. Verschiedene Tier kreuzen unseren Weg. Immer an der Wasserlinie des kleinen Flüsschen entlang. Hier und da sind kleine Stege so geschickt in die Natur eingefügt, dass man direkt Lust auf ein Bad bekommt. David erklärt, dass wir auf dem Rückweg ja wieder hier vorbei kommen und unser erstes Bad uns am Endpunkt unserer Wanderung erwartet. Tja und dann kommen wir auch schon bald an diesem Punkt an. Alles in allem ist unsere Wanderung nicht besonders anstrengend, doch das kühle Wasser lockt. Am Endpunkt nun, müssen wir alles zurück lassen, was nass werden könnte. Wir überqueren zu Fuss den Fluss, umgeben von hunderten von Fischen.
Und wie bereits an allen anderen Gewässern die ich bisher hier zu sehen bekommen habe, ist das Wasser glasklar. Keinerlei Verunreinigungen und absolut trinkbar. David erklärt uns, dass die Zahl der Touristen hier täglich begrenzt ist, weshalb solche Trilhas (Touren) nur in Begleitung eines Führes, sowie organisiert durch eines der zahlreichen Reisebüros in der Stadt durchgeführt werden dürfen. Die Stadt Bonito ist führend in ganz Brasilien, beim Thema Umweltschutz und Ecotourismus. Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen dies absolut. Die Stadt selber ist die sauberste, die wir bisher in Brasilien zu sehen bekommen haben. Bonito hat ca. 20.000 Einwohner allerdings zwei gut funktionierende Kläranlagen. Hier geht absolut nichts ungeklärt in die Gewässer. Ich kann mir nur wünschen, dass dieses Beispiel bald in anderen Regionen Brasiliens Schule macht. 
Doch nun zurück zu unserem Wasserfall. Nachdem wir einen kleineren Wasserfall überquert haben, geht es auf der anderen Seite des Flusses ein wenig bergauf. Gut gesichert, mit Treppen und Handlauf. Tja und dann stehe wir vor einem Loch....genauer gesagt rechts ein weiterer Wasserfall, der ca. 4 m in die Tiefe abfällt. Und nun haben wir die Wahl...entweder ins Loch springen (ca. 3,5m tief) oder die Treppen wieder runter klettern. David springt als erster um weiteren Springern unten behilflich sein zu können. Nach einem älteren Mann aus Sao Paulo stehe ich selber vor dem Loch....
Ein letzter Ruck....wow..wow..wow....
 Eiskalt das Wasser, aber einfach nur genial, genial, genial....
Nachdem wir nass aber alle rundum happy wieder auf der Estancia eingetroffen sind, erwartet uns Dona Divua bereits mit dem Mittagessen und ich kann Euch sagen Freunde...UNVERGLEICHLICH...allein 20 verschiedene Salate erwarten uns, mal ganz abgesehen von den unzähligen anderen Köstlichkeiten. Nachspeisen, Gegrilltes, Gebratenes, Gesottenes....und der Hausherr selber steht am Grill, Rind und Würstchen bis zum abwinken....Wir platzen und kaum einer lehnt die Einladung zur Siesta in der Hängematte im Garten ab. Bald hört man rundum nur noch zurfriedenes Schnarchen.....
Noch mehr Fotos gefällig? ......

Samstag, 10. April 2010

Pantanal - 06.04.2010 - Rio Sucuri

In Anbetracht unserer nächtlichen Ankunft, hat die Agentur unseren Vormittagsausflug ohne Probleme, auf einen anderen Tag verlegt und so starten wir heute erst am späten Vormittag. Mit unserem Fahrer Jose (inzwischen schon mehr Freund, als Fahrer) gehts auf zum Rio Sucuri. Ich frage nach der Bedeutung des Namen und erfahre, Sucuri bedeutet soviel wie grosse Schlange. Hmmm soll das nun heißen, dort gibt es große Schlangen? Jose schmunzelt: "Ja die ganz großen, die Anacondas....!" Er amüsiert sich riesig über mein Gesicht. Nein danke....
Nun lacht er sich halb tot. Nein, Nein wehrt er ab, nur ein Scherz der Einwohner. Sucuri bedeutet zwar tatsächlich Schlange, jedoch hat der Fluss seinen Namen deshalb, weil er aus der Luft, wie eine riesige Schlange aussieht. Ich bin beruhigt.

Gleich bei der Ankunft erwartet uns ein riesiges Mittagsbuffet. Essen ohne Ende...alles im Preis inbegriffen. Unser erster Kontakt mit der hiesigen Küche. Selbst mit den kleinsten Portionen schafft man es hier nicht von allem etwas zu probieren. Es ist einfach zuviel. Aber alles SUPER SUPER SUPER.

Nach dem üppigen Essen dürfen wir auf der Estancia noch ein wenig ausruhen. Überall gibts kleine Oasen mit Liegestühlen. Kaffee, Sonnenschutz. Swimmingpool. Ein wenig mißtrauisch bin ich schon, als ich beim Rundgang den Pavillion mit den Neopren Anzügen entdecke. Was das wohl gibt ? Ich werde es wohl schneller erfahren, als mir lieb ist. Gegen 15.00 Uhr kommt Elson (ein Angestellter der Estancia) um uns zur Verkleidungspartie abzuholen.


Ich fasse es nicht, ich muss mich tatsächlich in so einen Gummianzug zwängen. inklusive der Donald Duck Schuhe. Unter viel Gelächter und Hallo macht sich die Gruppe in Neopren auf zum Laster. Wir werden etwa 2 Kilometer weit in den Mato gefahren. Von hier gehts zu Fuss weiter. Nach einem angenehmen Fussmarsch stehen wir an der Quelle des Rio Sucuri. Das Wasser sprudelt kristallklar in dicken Blasen aus dem Boden. Ein paar Meter weiter, gehts dann direkt ins Wasser. Mit Schnorchel und Taucherbrille, lassen wir uns 1,8km auf dem Fluss treiben. Inmitten der Fische und einer unvergesslichen Flusslandschaft. Viel zu schnell, für meinen Geschmack ist dieser Trip zu Ende...Schade...
Am Ende des Flusses erwartet uns bereits der Laster, der uns zurück zur Estancia bringt. Egal wie, aber das war ein einfach unvergessliches Erlebnis.
Tja und wer nun mehr Bilder von diesem Tag sehen möchte, der folgt einfach wieder dem Link
http://picasaweb.google.de/Anquelica/Pantanal#
Ich bemühe mich alles immer so aktuell wie nur möglich für Euch zu gestalten.
Für heute sag ich tschüss, ich geh jetzt ins Städtchen einen schönen Taboa trinken.

Freitag, 9. April 2010

Pantanal - Mato Grosso - Brasil 05.04.2010

Hallo Freunde der leichten Sommerbekleidung. Wir sind wieder unterwegs. Diesmal führt uns unser kleiner Ausflug nach Mato Grosso - Brasilien - direkt ins Pantanal.

Wir starten von Santa Vitoria do Palmar - Rio Grande do Sul - in Richtung Porto Alegre, die Landeshauptstadt. Das bedeutet zuerst einmal 7 Stunden Busfahrt ....der Hintern wird immer platter und platter...
In Porto Alegre angekommen, genehmigen wir uns eine Nacht im Hotel Acores.

Von Porto Alegre aus soll es dann mit dem Flugzeug weiter gehen nach Sao Paulo - mit Anschlussflug nach Campo Grande. In Campo Grande soll dann ein PKW, samt Fahrer auf uns warten, um die letzte Etappe nach Bonito zu nehmen. Das sind unsere Pläne. Aber wie das manchmal so ist mit Plänen...ganz besonders hier in Brasilien...meistens kommt es anders als man denkt...
Bereits beim einchecken am Flughafen, bekommen wir die erfreuliche Mitteilung gemacht...es landet und startet kein Flieger in Sao Paulo, wegen der heftigen Regenfälle...na prima....kannste nix machen...der junge Mann der TAM gibt sein Bestes und so starten wir (wider erwarten) 3 Stunden später in Richtung Sao Paulo. Ich habe bereits die Posada Caranda informiert, das wie nur mit erheblicher Verspätung eintreffen werden. Zu spät für den Fahrer, der bereits unterwegs ist nach Campo Grande...sind immerhin 3,5 Fahrstunden von Bonito nach Campo Grande. In Sao Paulo geht die Warterei weiter. Gelandet sind wir zwischen 2 Regengüssen, mit dem Weiterflug können wir nun nur hoffen...doch dann 6 Stunden später haben wir es geschafft, wir sitzen tatsächlich im Flieger nach Campo Grande...9 Stunden Verspätung....besser spät als nie.
In Campo Grande erwartet uns der Fahrer es ist kurz vor Mitternacht. Ach ja, by the way...unseren Koffer haben wir in Campo Grande gewissermassen in 2 Teilen in Empfang genommen. Das gute Stück wird nur noch vom Innenfutter zusammen gehalten.
Nun aber rein ins Auto und die letzten Kilometer auch noch hinter uns bringen. Um 4 Uhr morgens haben wir es dann endlich geschafft.
BONITO - Posada Caranda....



Ja und morgen gehts weiter....

Sonntag, 21. März 2010

Blicke in den Himmel

Wer hat nicht schon mal seinen Blick in den Himmel und die Wolken schweifen lassen?
Sich verloren im Zug und Spiel der himmlischen Erscheinungen...
Ich tue das sehr gerne und möchte Euch mit diesem kleinen Video inspirieren...
Denn :


Wer Schmetterlinge lachen hören kann,
der weiß wie Wolken schmecken...
(Unbekannter Verfasser oder villeicht doch von Novalis?)

http://www.youtube.com/watch?v=6WsKtTkGnes

Frei zu sein ....bedarf es wenig

Seit den Anfängen, als Mittelaltermärkte noch Mittelaltermärkte waren...

 http://www.youtube.com/watch?v=2tVTzx9pj6o&feature=fvsr

Ich brauche keine Krone
kein Palast, kein Edelstein
wo immer ich auch wohne
ist mir jederorts ein Heim
Ich bin ein Strolch
doch bin ich frei
an mir ging dieser Kelch vorbei 
Chorus:
Frei zu sein
bedarf es wenig
nur wer frei ist
ist ein König
Schamlos nimmt der dreiste Dieb
denn er ist seines Glückes Schmied
Wovon die Andern träumen
raub ich in der Nacht
meinem Gang gleicht einem Hochzeitsschimmel
ein furchtloser König
von Söldnern bewacht
ein eigener Gott, in meinem Himmel
Chorus :
Frei zu sein
bedarf es wenig
nur wer frei ist
ist ein König
Schamlos nimmt der dreiste Dieb
denn er ist seines Glückes Schmied
Ein Ei nicht dem andern gleicht
manch einer hat gewettet
der Strolch schlägt 7 auf einen Streich
man schläft wie man sich bettet
Chorus :
Frei zu sein
bedarf es wenig
nur wer frei ist
ist ein König
Schamlos nimmt der dreiste Dieb
denn er ist seines Glückes Schmied

Samstag, 20. März 2010

Donnerstag, 11. Februar 2010

Eckhard Tolle - 11.Feb.2010

Danke Andreas für diesen tollen Link.
Ich nutze Deine Anregung um sie hier auch an andere weiter zu geben.

Über das Ego:

http://www.youtube.com/watch?v=tIJqMVMfL3Y&feature=related

Spiritualität und Erleuchtung:

http://www.youtube.com/watch?v=bL5mZDy0PvQ&feature=PlayList&p=F149575819F7EE44&playnext=1&playnext_from=PL&index=5

Ich wünsche Euch einen "erleuchteten" Tag






Dienstag, 9. Februar 2010

Alltäglicher Blödsinn

Warnung :
Diese Geschichte ist rein fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit lebenden, toten, anorganischen oder sonstigen Wesen ist rein zufällig (oder doch nicht?), weder beabsichtigt, noch gewollt.
Die Namen der nicht existierenden Personen habe ich zu deren Schutz verändert. Sollte nun dennoch der ein oder andere glauben, sich hier wieder zu erkennen, empfehle ich dringend einen Besuch beim Arzt, Apotheker oder in jedem beliebigen Gemischtwarenladen.

Ich erwachte mit rasenden Kopfschmerzen. Mein Schädel brummte, als hätte ich an einem dreitägigen Saufgelage teilgenommen. Meine Zunge lag dick, trocken und pelzig in meinem Mund. Vorsichtig öffnete ich die Augen. Um mich herum war tiefe Dunkelheit. Was war los? Normalerweise schlief ich tief und fest durch, maximal der einsetzende Südwind vermochte dann und wann, meine gesegnete Nachtruhe zu unterbrechen. Mit geschlossenen Augen lauschte ich in die Dunkelheit. Nichts. Da war absolut nichts ungewöhnliches zu vernehmen. Vorsichtig richtete ich mich in meinem Bett auf, setzte mich auf die Bettkante. Mein Kopf nahm jede, noch so kleine, Bewegung sofort übel und strafte mich mit einem weiteren Gongschlag. Ich blieb eine Weile so regungslos sitzen, bis mein Gehirn, in langsam abnehmenden Wellen aufhörte, gegen die Schädeldecke zu schwappen. Leise stand ich auf und ging in die Küche um ein Glas Wasser zu trinken, dieses unangenehme Gefühl der Trockenheit im Mund zu beseitigen. Ein Blick auf die Küchenuhr zeigte 3:04 Uhr. Was für eine unchristliche Zeit. Langsam, behutsam einen Fuß vor den anderen setzenden, tappte ich im Dunkeln ins Badezimmer. Unschlüssig stand ich vor dem Waschbecken. Sollte ich aufbleiben oder besser wieder ins Bett gehen? Kurz nach 3:00Uhr grenzte dann doch noch an Körperverletzung. Also beschloss ich mich wieder ins warme Bett zu verziehen. Mein Kopf dankte mir diese Entscheidung nach einer Weile, mit nachlassendem Schmerz. So lag ich bewegungslos wach und schaute in die Dunkelheit. Ich begann zu grübeln, was mich wohl geweckt haben mochte, bzw was diese gewaltigen Kopfschmerzen verursacht haben mochte. Einer plötzlichen Eingebung folgend, begab ich mich auf die astrale Ebene und begann den magischen Schutzkreis um unser Haus herum zu untersuchen. Augenscheinlich war alles in Ordnung. Sicherheitshalber begann ich dann im östlichen Sektor damit, ihn zu erneuern, als ich plötzlich ein infernalisches (nicht für das menschliche Ohr hörbaren) Geschrei vernahm. Ich schaute nach Norden und glaubte für einen winzigen Moment die vor Wut verzerrte Grimasse von Herrn Schmidt zu erkennen. So schnell diese Erscheinung gekommen war, so schnell war sie auch wieder verschwunden. Beunruhigt setzte ich meine Tätigkeit fort. Sollte dort draußen ein wütender Herr Schmidt auf der astralen Ebene lauern, konnte es nicht schaden, den Schutzkreis ein wenig zu verstärken.
Bevor ich nun weiter erzähle muss ich vielleicht erklären, was es mit diesem Herrn Schmidt auf sich hat. Ich lernte diesen Mann vor einigen Jahren, während eines Besuches in Deutschland kennen. Schon sehr schnell gab sich Herr Schmidt als Interessent für esoterische und spirituelle Themen zu erkennen. Besonders begeistert äußerte er sich über Reiki und jede Art von Energiearbeit. Da es sich hier um Themen handelt, die auch nicht unbedingt abseits meiner Interessengebiete liegen, hatten wir uns sehr viel zu erzählen. Allerdings dauerte es nicht lange, bis sich herausstellte, dass Herr Schmidt ein sehr "einfach gestrickter" Mensch war. Ein wartete mit einem umfangreichen Internethalbwissen auf. Auf vereinzelte Nachfragen meinerseits, bekam ich kein einziges Mal eine konkrete Antwort, sondern wurde immer nur mit irgendwelchen auswendig gelernten "Esophrasen" abgespeist. Auch nachdem ich wieder in meine Wahlheimat zurück gekehrt war, hatten wir regen Email,- und Chatkontakt. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir das unzulängliche Halbweisheitengeschwätz von Herrn Schmidt, mit der Zeit auf die Nerven ging. Herr Schmidt bekam fast wöchentlich neue "Energien" aus dem Universum verliehen, eine immer noch phantastischer als die vorangegangene. So blieb es nicht aus, dass ich immer mehr bohrte, hinterfragte, kritisierte....
Was ich auch unternahm um diesen Menschen zum Nachdenken anzuregen, wurde schlichtweg ignoriert, oder aber mit, an Dummheit grenzenden Argumenten, vom Tisch gefegt. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht überheblich, aber wenn ich jetzt anfangen würde ein Beispiel zu geben, wüsste ich nicht wo anfangen und wo aufhören....
Inzwischen hatte sich weiter heraus kristallisiert, dass Herr Schmidt nicht nur über eine lebhafte Phantasie verfügte, sondern es ihm auch an jeglicher Art von Gedankenkontrolle bzw der nötigen Disziplin für einen wahren Adepten der esoterischen Lehren mangelte. Immer wenn ich ihm einen Vorschlag machte, wie er anfangen könnte, seine latent vorhandenen Fähigkeiten besser kennen zu lernen, zu kontrollieren und gezielter einzusetzen, begann er zwar die von mir vorgeschlagenen Übungen zu probieren, erklärte jedoch mit schöner Regelmäßigkeit innerhalb von drei Tagen, seine "geistigen Führer" hätten im gesagt das brauche er nicht zu trainieren, nicht zu tun, weil er dieses Wissen bereits in einem früheren Leben erworben habe.
Blablabla....
Ich bitte um Verständnis, dass ich dann den Kontakt zu Herrn Schmidt radikal abgebrochen habe. Ich hatte einfach keine Lust mehr auf dummes Geschwafel und permanente Selbstbeweihräucherung, ohne jegliches, auch nur im Ansatz vorhandene Hintergrundwissen.
Jeder Versuch, nicht nur meinerseits, sondern einer beachtlichen Anzahl von Gleichgesinnter, wurden, wie bereits gesagt, mit leeren, hohlen Phrasen oder wilden Phantastereien vom Tisch gefegt. Noch weniger Schwung konnte ich aufbringen, Herrn Schmidt immer wieder zu bestätigen, wie toll er doch sein, was für ein großer Heiler, Hellseher, usw...
Auch das ging nicht nur mir allein so. Für Herrn Schmidt begann eine einsame Zeit, immer mehr Freunde, Menschen wanden sich von ihm ab und auch hier suchte er die Schuld dafür immer nur bei irgendwelchen "dramatischen" Ereignissen. Er selbst war und blieb in seiner Selbstherrlichkeit unantastbar. Den letzte großen "Knall" mit ihm hatte es nun vor ein paar Wochen gegeben.
Darüber hinaus litt er in sich ständig verkürzenden Abschnitte unter der Macke, man (wir) würde Komplotte gegen ihn schmieden....
Lange Rede, kurzer Sinn
Und so war ich nicht unbedingt überrascht, seine wutverzerrte Fratze am äußeren Rand meines Schutzkreises zu sehen, machte mir jedoch auch keine unnötigen Sorgen, weil ich wusste, dass sein Halbwissen niemal ausreichen würde, mir weder weltlich, noch auf der mentalen Ebene Schaden zu zu fügen.
Diese nun doch etwas umfangreichere Erklärung war notwendig, damit der mir bis hierher geneigte Leser in die Lage versetzt wird, die nun nachfolgenden Ereignisse zu deuten oder zu verstehen.
So zog ich also entschlossen die Bettdecke über die Schultern und genehmigte mir noch eine Mütze Schlaf. Gegen 8.00Uhr wurde ich erneut wach und registrierte voller Freude, dass sich der stechende Kopfschmerz in einen, weit erträglicheren dumpfen Druck verwandelt hatte. Ich beschloss, die nächtlichen Ereignisse unter einer erfrischenden Dusche abzuspülen und meinen Tag wie geplant zu verbringen.
Am späten Vormittag bekam ich gänzlich unerwartet, lieben Besuch von einem meiner hiesigen Nachbarn, den ich schon viele Monate nicht gesehen hatte. Pai Carlos. Pai Carlos ist ein Pai dos Santos (Vater der Heiligen), der hiesigen Umbandagemeinschaft. Wir kennen uns schon viele Jahre und haben einen sehr freundschaftlichen und respektvollen Umgang miteinander. Pai Carlos kennt meinen "religiösen" Initiationsgrad und auch wenn wir für manche Dinge unterschiedliche Namen verwenden, sind wir uns im Kern der Anschauungen und Lehren immer einig gewesen. So steht er also draußen am Tor und macht sich durch das hier typische Händeklatschen bemerkbar. Ich freue mich wirklich ihn zu sehen und bitte ihn natürlich herein zu kommen auf ein paar Worte und nicht dort auf der Straße zu verweilen. Als ich das Tor öffne und er eintritt, runzelt er kurz die Stirn, eine nur kurze Erscheinung, die mir jedoch nicht entgeht. Wir setzen uns auf die Veranda und plaudern über ein paar belanglose Dinge. Urplötzlich und ohne Vorankündigung steht er auf und sieht mich ernst an. "Du weißt schon, dass sich da draußen etwas herumtreibt, dass Dir nicht unbedingt wohl gesonnen ist? Dieses Wesen da draußen ist voller Hass, Missgunst, Überheblichkeit und Rachegedanken."
"Ja, ich weiß, ich habe es schon heute Nacht bemerkt. Aber ich denke, es ist nicht stark genug, meinen Schutzkreis zu durchbrechen."
"Ja, mag sein das Du recht hast, aber erlaube mir, um Deinen äußeren Kreis, einen weiteren Kreis, meiner Glaubensrichtung zu ziehen. Du bist hier in meinem Land, da kann es nicht schaden, auch auf meine Schutzgeister zurück zu greifen."
Warum nicht? Ich weiß er meint es gut und wie meine Urgroßmutter (eine wahrhaft weise Frau) gesagt hätte : "Doppelt gemoppelt, hält besser!"
Und so beginnt er um meinen Kreis herum, einen weiteren Kreis zu ziehen. Während ich ihm dabei zusehe, bemerke ich im südlichen Sektor eine kleine Flamme. Pai Carlos macht mich gerade auch darauf aufmerksam. "Dein Freund ist aber ziemlich übel drauf" sagt er. "Weiß er was er tut?"
"Nein, ich fürchte nicht. Er gehört zu der Art Menschen, die sich aus dem bekannten spirituellen Wissen, das für ihn angenehme heraus fischt und sich über jegliche Art universeller Gesetzmäßigkeiten glaubt erheben zu können".
Pai Carlos nickt zustimmend. "Ja genau so fühlt es sich an. Dein Freund hat sich mit Kräften eingelassen, die er weder lenken, noch beherrschen kann. Er glaubt er habe die Kontrolle, aber tatsächlich haben SIE die Kontrolle über ihn. Ich werde später am Tag noch einen Bannzauber für Dich inizieren, sei heute bitte besonders achtsam. Ich weiß Du bist gut gewappnet, aber gibt trotzdem acht, nicht dass Du mir unverhofft in eine seiner albernen Fallen tappst."
Ich verspreche es ihm.
Nach dem Mittagessen, mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Ich habe in der nahegelegenen Kreisstadt ein paar Dinge zu erledigen. Auf dem Weg zum Bus bemerke ich, dass die kleine Flamme mir, wenn auch in einigem Abstand, so doch kontinuierlich folgt. Ich beschließe, sie zwar im Auge zu behalten, ihr aber weiter keine Aufmerksamkeit zu schenken um sie nicht unnötig zu stärken. Mein Nachmittag in der Stadt verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Hier und da bemerke ich die kleine Flamme, aber niemals wagt sie es, den Abstand zwischen uns merklich zu verringern.
Nachdem ich alles nötige erledigt habe, beschließe ich noch schnell auf einen Sprung bei dem hiesigen Padre vorbeizuschauen. Eine Freundin hatte mich gebeten, ein Kreuz durch ihn weihen zu lassen, und ich möchte die verbleibende Zeit nutzen, um zu erfahren, ob er schon die Zeit hatte, dieses kleine Kreuz für sie zu weihen. Bevor ich die Kirche betrete, bemerke ich aus den Augenwinkeln, dass die kleine Flamme, mir nicht ins Innere der Kirche folgt. Zugegebenermaßen es gelingt mir nicht, ein gehässiges Lächeln zu unterdrücken. Geweihter Boden, denke ich befriedigt vor mich hin, ist Dir wohl doch zu heiß?
Der Padre hat das Kreuz geweiht, verstaut es noch in einer kleinen Papiertüte und nach ein paar freundlichen Worten verabschieden wir uns herzlich von einander.
Als ich 20 Minuten später die Kirche wieder verlasse, registriere ich erstaunt, dass die kleine Flamme nirgendwo zu sehen ist. Mir bleibt nicht viel Zeit, mich darüber zu wundern, weil ich gleich darauf einem Bekannten in die Arme laufe. Erst als ich fast 2 Stunden später wieder im Bus in Richtung Heimatort sitze, fällt mir auf, dass die Flamme noch immer nicht wieder aufgetaucht ist. Wo mag sie geblieben sein? Hat Pai Carlos wie versprochen den Bannzauber gemacht und die Flamme damit in die Flucht geschlagen? Ich werde ihn danach fragen und sehen ob sich dort eine zeitliche Übereinstimmung finden läßt.
Als der Bus 30 Minuten später unser Dorf erreicht, sehe ich schon von weitem den Menschenauflauf. Ganz in der Nähe der Bushaltestelle hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Ein Feuerwehrauto steht ebenfalls dort. Aus den Überresten einer kleinen Holzcabana dringt nur noch dichter Rauch.
In der Menge entdecke ich Pai Carlos und beschließe ihn zu fragen, was passiert ist. Als er mich sieht, winkt er mich aufgeregt näher.
"Das !" sagt er und zeigt auf die qualmenden Holzreste des ehemaligen Wohnhauses, "ist das Werk Deines verantwortungslosen Freundes!" Die Art und Weise, die Bestimmtheit mit der dies äußert, läßt keinen Widerspruch zu. Er weiß was er sagt und er weiß auch warum er dies sagt.
"Wann ist das Feuer ausgebrochen?" frage ich ihn. Er zuckt mit den Schultern. "Genau weiß ich es auch nicht, aber ich schätze so vor 2,5 - 3 Stunden. Warum fragst Du?" Ich halte erschrocken die Luft an. Wenn das stimmt, dann war das etwa genau um die Zeit, als ich die Kirche betreten habe. Und danach war die kleine Flamme nicht mehr in meinem Gesichtskreis aufgetaucht.
Sollte da ein Zusammenhang bestehen? Ich teile meine Gedanken mit Pai Carlos und er nickt.
Ganz sicher sogar, ist seiner Meinung nach dort ein Zusammenhang zu sehen. Als er kurz nach der Feuerwehr hier eintraf, war er sich sicher, die kleine Flamme gesehen zu haben.
Schnell erkundige ich mich, ob der alleinerziehenden Mutter, oder einem ihrer 4 Kinder etwas zugestoßen ist. Nein, sie konnten sich alle rechtzeitig in Sicherheit bringen.
"Das sage ich Dir" schnaubt Pai Carlos empört, "wenn dieser Halunke in meiner Gemeinschaft wäre, würde ich ihn das Haus dieser armen Frau eigenhändigt Balken für Balken wieder aufbauen lassen. Aber glaub mir, dass hat er nicht ungestraft getan."
"Bitte, Pai Carlos ich glaube nicht, dass so etwas in seiner Absicht lag. Er weiß halt einfach nicht, auf was er sich da eingelassen hat, bzw mit was für Mächten er da herumspielt."
"Verteidige ihn nicht auch noch, wenn er es nicht weiß oder nicht wissen will, dann gerade ist es höchste Zeit im einen Denkzettel zu verpassen." Sein Ton verrät, dass es zwecklos ist weiter mit ihm darüber zu diskutieren und im Stillen gebe ich ihm ja sogar Recht. Wer so fahrlässig handelt und dabei noch Unschuldige in Gefahr bringt, hat eine Lektion verdient.
Ich weiß, dass es sinnlos ist, Pai Carlos zu fragen, was er nun zu tun gedenkt, er würde es mir wahrscheinlich eh nicht auf die Nase binden. Und als hätte er meine Gedanken gehört, sagt er :
"Du wirst innerhalb der nächsten 24 Stunden erfahren, was passiert ist."
Schweigend treten wir gemeinsam den Heimweg an. Bei mir zu hause angekommen, entdecken wir fast gleichzeitig die kleine Flamme vorm Haus. Ganz dicht vor der Schwelle zum Schutzkreis schwebt sie über dem Boden. Bevor ich noch reagieren kann, beginnt Pai Carlos damit einen Bannzauber zu wirken. Hastdunichtgesehen, fängt die kleine Flamme an zu zittern, wird kleiner und kleiner, bis nur noch ein winziger Lichtpunkt übrig ist, dem Pai Carlos dann mit einem riesigen Schwall Spucke, begleitet von nicht eben salonfähigen Geräuschen, das Ende bereitet.
Der Spuk ist vorbei, genau wie auch meine Kopfschmerzen. Wir beide überprüfen noch einmal die astrale Ebene, aber dort ist nichts mehr zu sehen, oder zu spüren. Die Flamme ist fort und auch die astrale Projektion von Herrn Schmidt ist nirgendwo mehr zu finden.

Spät am Abend chatte ich mit ein paar Freunden aus Deutschland. Ohne es zu wollen, oder gar zu beabsichtigen, kommt das Gespräch auch auf Herrn Schmidt. Im Grunde interessiert es mich weniger als Null, was er so treibt oder auch nicht treibt. Gerade will ich meiner Freundin erklären, dass ich lieber nicht über ihn sprechen möchte, als ihre Nachricht in meinem Chatfenster aufleuchtet. Und dort steht es nun, gewissermaßen schwarz auf weiß :
- Ach ja und das neuste. Heute hat es bei Herrn Schmidt einen Zimmerbrand gegeben. Zum Glück war er gerade in der Nähe und konnte das schlimmste verhindern. Aber er hat sich stundenlang bei mir über den Geruch und den Ruß in seiner Wohnung beschwert.-

Ich lehne mich vor dem PC zurück und schließe die Augen. Vor meinem inneren Auge erscheint das gutmütige Gesicht von Pai Carlos und er zwinkert mir zu. Hat er also doch noch Gnade vor Recht ergehen lassen?

Bedauerlicherweise hat Herr Schmidt bis heute nichts dazu gelernt. Stur und unnachgiebig beharrt er auf seinen "Halbweisheiten". Schade eigentlich, er könnte ein wahrhaft Wissender werden, wenn.....

Abschließend möchte ich noch einmal darauf hinweisen. Diese Geschichte ist frei erfunden, sie hat sich zu keinem Zeitpunkt, an keinem Ort dieser Welt, mit keiner der genannten Personen tatsächlich zugetragen.
Was nicht heißt, dass sie sich nicht Tag für Tag, so oder so ähnlich, überall auf der Welt ereignet.

Himmlische Impressionen 09. Feb.2010













Immer wieder : Nirgendwo auf der Welt ist der Himmel so, wie in Hermena....

Montag, 25. Januar 2010

Hermenegildo 25. Januar 2010


Hallo Liebe Freunde,

heute auf vielfachen Wunsch ein Link zu unserer Wahlheimat.
Ein paar Einblicke in unser Alltägliches Umfeld.
Was wir sehen, wenn wir mal gerade nicht unterwegs sind.
http://picasaweb.google.com/Anquelica/UnserKleinesDorf#