Die Taxifahrt erinnerte mich an die Geschichte eines Touristen, welcher im Taxi durch die unendliche Weiten der Straßen in Rom die Fahrweise dieser Spezies der rasanten Beförderung hautnah erleben durfte. Überrascht den Droschkenchauffeur fragte, warum denn dieser jetzt eigentlich bei "grün" anhalten würde, da er ja schließlich bereits mindestens zehn "rot" anzeigende Lichtzeichenanlagen überfahren habe. Worauf der Genius des rollenden Fahrgastgewerbes zur Erklärung gab, dass ja schließlich ein Kollege kommen könnte.
Diese Taxifahrt, war 100% damit identisch!
Während jene Taxifahrt, wenigstens mit einem für mich verkehrstüchtigem und gepflegtem Fahrzeug mir schon sehr abenteuerlich erschien, steigerte sich dieses bei der rund 30 km langen Fahrt von Busbahnhof Santa Vitoria do Palmar nach Hermengildo (Hermena im Volksmund) zur Begegnung der dritten Art.
Nicht nur dass die Fahrwege, als Straße kann man es irgendwie nicht so wirklich bezeichnen, diplomatisch ausgedrückt, einige Unebenheiten aufwiesen, war auch noch das Fahrzeug, oder was immer es auch war, den Bodenverhältnisssen doch sehr angepasst. Neben dem erheblich fortgeschrittenen Alters des Vehikels besaß es offensichtlich weder Stoßdämpfer noch irgendwelche Mechanismen um die Seitenscheibe in Position zu halten.
Bei jeder Unebenheit des unbekannten Untergrundes, und davon gab es schier unendliche, musste man befürchten, dass das Vehikel das rund 30 km entfernte Ziel wohl nur noch in Einzelteilen erreichen werden könne.
Eines möchte ich aber nicht versäumen zu erwähnen. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die ich wirklich das Vergnügen hatte, im größten Land des südamerikanischen Kontinents kennenlernen zu dürfen, war bisher sprichwörtlich.
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