Donnerstag, 2. Februar 2012

Sowas, aber auch.... 02.Feb.2012

Lang lang ists her....
Ich  mag Euch nicht mit alltäglichen Banalitäten langweilen, deswegen war es auch so still in den letzten Monaten auf meinem kleinen Blog. Für all das (in meine Augen unnütze) blablabla, gibt es reichlich Plattformen. Twitter, Google+, Facebook und wie sie alle heißen...
Apropopo Facebook
Hin und wieder gibt es dort jedoch auch Dinge zu finden, die dem ein oder anderen dann doch zu denken geben. So ist es mir heute morgen ergangen. Eine liebe Freundin postete folgende Aussage :

Durch jeden Gedanken wie „Ich muss, ich soll, ich sollte, ich müsste, ich hätte sollen...“ erzeugst du Druck, Enge, Spannung, Stress und Erschöpfung. Schreib diese Sätze auf und frage dich: „Ist dieser Gedanke wirklich wahr?“ Schließ deine Augen und sprich nur einen dieser Gedanken aus und frage dich „Wie reagiert mein Körper auf diesen Gedanken?“ Du wirst erstaunt sein, wie viel Schwere, Enge etc. du spürst, wie er sich zusammenzieht und andere sehr unangenehme Reaktionen zeigt. Und hinter dieser Körperempfindung taucht ein Emotion auf wie Angst, Trauer, Ohnmacht und ähnliche. Deine Körperzellen kennen die Wahrheit. Zieht dein Körper sich zusammen und wird eng, schwer, angespannt, heißt das: Dieser Gedanke entspricht nicht der Wahrheit deines Herzens. Dehnt er sich aus, wird er leichter, kannst du besser durchatmen, dann sagt dein Herz: Genau, dieser Gedanke entspricht meiner Wahrheit. Lebe ihn!. Wandle jedes ‚ich muss’ und ‚ich sollte’ um in ein ‚ich darf, ich will, ich habe Lust zu...’ und prüfe mit dieser Übung wie dein Körper und dein Herz hierauf reagieren.
-Robert Betz -

Ja, da ist absolut was wahres dran. Doch wie oft gebrauchen wir um Umgang mit anderen, genau diese Formulierungen? Du musst, Du sollst, Du hättest...
und erzeugen so diesen Druck auch bei dem anderen? Ja, absolut....
Was will ich, wenn ich in einem Dialog einen Satz anfange mit ... Du hättest, dies und das nicht sagen dürfen, nicht tun dürfen, anderem machen müssen....
Also wenn ich jetzt so in mich hinein horche und mir vorstelle (ist gar nicht so schwer, weil ich ohne Nachzudenken sofort entsprechende Situationen im Kopf habe) wie ich mich dann fühlen würde, dann gibts dafür eigentlich nur eine aussagekräftige Bemerkung : SCHEIßE... ich fühl mich so richtig mies....
Warum? Weil mir das Gefühl gegeben wurde etwas falsches, etwas furchtbares getan zu haben....
Es dauert einen Augenblick, bis mir dann klar wird, Nein ich hab das getan, weil ICH es für richtig, für angemessen hielt... und das miese Gefühl kann sich wandeln...
Doch viele Menschen reflektieren solche Aussagen nicht, werden gedankenlos von anderen in solche Gemütszustände geschleudert und leiden...
Schuldgefühle, Angst, Ohnmacht machen sich breit...
So werden wir systematisch konditioniert, all unsere Handlungen, Gedanken, Aussagen bereits im Vorfeld auf eventuelle Stolperfallen zu prüfen...
Wir wollen ja niemandem aufs Füßchen treten, wir wollen ja niemandem Grund zur Kritik geben, wir wollen geliebt, angenommen, anerkannt, gelobt werden.
So ist es denn auch mir vor nicht allzu langer Zeit ähnlich ergangen.
Es gab eine Zeit, in der meine Mitmenschen der Meinung waren, ich könne so wie ich lebe nicht weiter leben und MÜSSE mir eine sinnvolle Aufgabe suchen ( was impliziert, dass meine Tätigkeiten bis dahin voöllig sinnlos waren - in ihren Augen ). Nach vielem hin und her, wurde mir dann eine Aufgabe so schmackhaft gemacht, dass ich dachte: OK warum nicht, versuchs doch mal.
Ich gehöre zu der Sorte Menschen die, wenn eine Entscheidung getroffen wurde, diese auch so schnell wie möglich umsetzen. Also warf ich mich ins Geschehen. Tag für Tag wuchs meine Freunde an meinem neuen Tun, und ich fand Befriedigung in meiner neuen Tätigkeit. Eine Zeit lang war auch alles in bester Ordnung, die Mitmenschen, die mich auf diesen Weg gebracht hatten, nickten zustimmend und schauten wohlwollend auf mich herab .... 
Doch dann, eines Tages, ohne für mich erkennbaren Grund... drehten sie ihr Mäntelchen der Meinung...
Sie begannen, meine Aktivitäten zu kritisieren... es hagelte Sprüche wie... 
Du kannst doch nicht...
Du musst...
Du solltest...
Du spinnst ja, ....
Du bist ja bescheuert....
wenn meine neue Aufgabe, meine Aufmerksamkeit, meine Zeit beanspruchte, anstatt mich mit Ihnen (?) zu beschäftigen....
Ich war verwirrt...
Was erwarteten sie von mir? Sollte ich nun, da ich ja ihren Ratschlägen gefolgt war, alles wieder hinwerfen, nur damit ich mir weiterhin ihres Wollwollen sich sein konnte? Oder wollte ich, den aufgezwungenen und dann letztendlich doch für richtig befundenen Weg wieder aufgeben?
Also ganz ehrlich.. ich hab nicht den blassesten Schimmer, was ihr von mir wollt. 
Vielleicht macht ihr Euch mal Gedanken darüber, was IHR eigentlich von mir erwartet und wenn es irgendetwas konstruktives ist ( also bitte kein Egoismus, keine Machtansprüche, keine Selbstherrlichkeit, kein Manipulationsgehabe, keine langweilige Besserwisserei), dann bin ich gern und sofort bereit mich damit auseinander zu setzen....
Also bis dahin ....
Liebe Elisabeth ich danke Dir für dein Posting...
Mir ist mal wieder etwas deutlich geworden, was bereits eine ganze Weile in mir brodelte...
Tschüß Freunde, bis die Tage

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