Mittwoch, 14. April 2010

Pantanal - Schnorcheln

Heute mach ichs ganz kurz....ein kleiner Einblick in unsere Schnorcheltour im Rio Sucuri...

Schnorcheln im Rio Sucuri.....kleiner Video um auf den Geschmack zu kommen.

Montag, 12. April 2010

Pantanal -07.04.2010 - Estancia Aqua Viva

Heute Morgen ging es schon früh los. Um halb 8 - pünktlich wie kaum in Brasilien zu finden - steht Jose vor der Tür um mit uns zur Estancia Aqua Viva zu fahren. Wie schon gestern haben wir keine Ahnung, was uns dort erwarten wird. Wir wissen lediglich, dass das Essen von Dona Diuva das beste der gesamten Region sein soll. Gegen halb 9 erreichen wir die Estancia und wie bereits gestern, sind wir gebannt von der Ruhe, der vielfältigen Natur und der netten Art der hiesigen Bewohner. Die Hausherrin begrüßt uns persönlich, zeigt uns Haus und Gelände und läd uns ein, uns wie zu Hause zu fühlen. Wir machen einen kleinen Rundgang auf der Estancia, entlang an einem kleinen Flüsschen, unter schattigen Bäumen, Vögel und der kleine Pinscher des Hauses begleiten uns. Und zeigt uns Dona Diuva wie man einen Tucan füttert. Man nehme ein Stückchen Frucht zwischen die Lippen und schon gehts los.

Etwas später am Vormittag kommen langsam immer mehr Touris auf der Estancia zusammen. Und dann lernen wir David kennen. David wird gleich mit uns einen Urwaldtrip zu verschiedenen Wasserfällen machen. Also Badeklamotten unterziehen und schon gehts los. Hinein ins Dickicht. Im Gänsemarsch, oder Indianerreihe wie man hier sagt, gehts auf einem schmalen ausgetrappelten Pfad los. Im Schatten der hohen Bäume ist es angenehm kühl. Verschiedene Tier kreuzen unseren Weg. Immer an der Wasserlinie des kleinen Flüsschen entlang. Hier und da sind kleine Stege so geschickt in die Natur eingefügt, dass man direkt Lust auf ein Bad bekommt. David erklärt, dass wir auf dem Rückweg ja wieder hier vorbei kommen und unser erstes Bad uns am Endpunkt unserer Wanderung erwartet. Tja und dann kommen wir auch schon bald an diesem Punkt an. Alles in allem ist unsere Wanderung nicht besonders anstrengend, doch das kühle Wasser lockt. Am Endpunkt nun, müssen wir alles zurück lassen, was nass werden könnte. Wir überqueren zu Fuss den Fluss, umgeben von hunderten von Fischen.
Und wie bereits an allen anderen Gewässern die ich bisher hier zu sehen bekommen habe, ist das Wasser glasklar. Keinerlei Verunreinigungen und absolut trinkbar. David erklärt uns, dass die Zahl der Touristen hier täglich begrenzt ist, weshalb solche Trilhas (Touren) nur in Begleitung eines Führes, sowie organisiert durch eines der zahlreichen Reisebüros in der Stadt durchgeführt werden dürfen. Die Stadt Bonito ist führend in ganz Brasilien, beim Thema Umweltschutz und Ecotourismus. Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen dies absolut. Die Stadt selber ist die sauberste, die wir bisher in Brasilien zu sehen bekommen haben. Bonito hat ca. 20.000 Einwohner allerdings zwei gut funktionierende Kläranlagen. Hier geht absolut nichts ungeklärt in die Gewässer. Ich kann mir nur wünschen, dass dieses Beispiel bald in anderen Regionen Brasiliens Schule macht. 
Doch nun zurück zu unserem Wasserfall. Nachdem wir einen kleineren Wasserfall überquert haben, geht es auf der anderen Seite des Flusses ein wenig bergauf. Gut gesichert, mit Treppen und Handlauf. Tja und dann stehe wir vor einem Loch....genauer gesagt rechts ein weiterer Wasserfall, der ca. 4 m in die Tiefe abfällt. Und nun haben wir die Wahl...entweder ins Loch springen (ca. 3,5m tief) oder die Treppen wieder runter klettern. David springt als erster um weiteren Springern unten behilflich sein zu können. Nach einem älteren Mann aus Sao Paulo stehe ich selber vor dem Loch....
Ein letzter Ruck....wow..wow..wow....
 Eiskalt das Wasser, aber einfach nur genial, genial, genial....
Nachdem wir nass aber alle rundum happy wieder auf der Estancia eingetroffen sind, erwartet uns Dona Divua bereits mit dem Mittagessen und ich kann Euch sagen Freunde...UNVERGLEICHLICH...allein 20 verschiedene Salate erwarten uns, mal ganz abgesehen von den unzähligen anderen Köstlichkeiten. Nachspeisen, Gegrilltes, Gebratenes, Gesottenes....und der Hausherr selber steht am Grill, Rind und Würstchen bis zum abwinken....Wir platzen und kaum einer lehnt die Einladung zur Siesta in der Hängematte im Garten ab. Bald hört man rundum nur noch zurfriedenes Schnarchen.....
Noch mehr Fotos gefällig? ......

Samstag, 10. April 2010

Pantanal - 06.04.2010 - Rio Sucuri

In Anbetracht unserer nächtlichen Ankunft, hat die Agentur unseren Vormittagsausflug ohne Probleme, auf einen anderen Tag verlegt und so starten wir heute erst am späten Vormittag. Mit unserem Fahrer Jose (inzwischen schon mehr Freund, als Fahrer) gehts auf zum Rio Sucuri. Ich frage nach der Bedeutung des Namen und erfahre, Sucuri bedeutet soviel wie grosse Schlange. Hmmm soll das nun heißen, dort gibt es große Schlangen? Jose schmunzelt: "Ja die ganz großen, die Anacondas....!" Er amüsiert sich riesig über mein Gesicht. Nein danke....
Nun lacht er sich halb tot. Nein, Nein wehrt er ab, nur ein Scherz der Einwohner. Sucuri bedeutet zwar tatsächlich Schlange, jedoch hat der Fluss seinen Namen deshalb, weil er aus der Luft, wie eine riesige Schlange aussieht. Ich bin beruhigt.

Gleich bei der Ankunft erwartet uns ein riesiges Mittagsbuffet. Essen ohne Ende...alles im Preis inbegriffen. Unser erster Kontakt mit der hiesigen Küche. Selbst mit den kleinsten Portionen schafft man es hier nicht von allem etwas zu probieren. Es ist einfach zuviel. Aber alles SUPER SUPER SUPER.

Nach dem üppigen Essen dürfen wir auf der Estancia noch ein wenig ausruhen. Überall gibts kleine Oasen mit Liegestühlen. Kaffee, Sonnenschutz. Swimmingpool. Ein wenig mißtrauisch bin ich schon, als ich beim Rundgang den Pavillion mit den Neopren Anzügen entdecke. Was das wohl gibt ? Ich werde es wohl schneller erfahren, als mir lieb ist. Gegen 15.00 Uhr kommt Elson (ein Angestellter der Estancia) um uns zur Verkleidungspartie abzuholen.


Ich fasse es nicht, ich muss mich tatsächlich in so einen Gummianzug zwängen. inklusive der Donald Duck Schuhe. Unter viel Gelächter und Hallo macht sich die Gruppe in Neopren auf zum Laster. Wir werden etwa 2 Kilometer weit in den Mato gefahren. Von hier gehts zu Fuss weiter. Nach einem angenehmen Fussmarsch stehen wir an der Quelle des Rio Sucuri. Das Wasser sprudelt kristallklar in dicken Blasen aus dem Boden. Ein paar Meter weiter, gehts dann direkt ins Wasser. Mit Schnorchel und Taucherbrille, lassen wir uns 1,8km auf dem Fluss treiben. Inmitten der Fische und einer unvergesslichen Flusslandschaft. Viel zu schnell, für meinen Geschmack ist dieser Trip zu Ende...Schade...
Am Ende des Flusses erwartet uns bereits der Laster, der uns zurück zur Estancia bringt. Egal wie, aber das war ein einfach unvergessliches Erlebnis.
Tja und wer nun mehr Bilder von diesem Tag sehen möchte, der folgt einfach wieder dem Link
http://picasaweb.google.de/Anquelica/Pantanal#
Ich bemühe mich alles immer so aktuell wie nur möglich für Euch zu gestalten.
Für heute sag ich tschüss, ich geh jetzt ins Städtchen einen schönen Taboa trinken.

Freitag, 9. April 2010

Pantanal - Mato Grosso - Brasil 05.04.2010

Hallo Freunde der leichten Sommerbekleidung. Wir sind wieder unterwegs. Diesmal führt uns unser kleiner Ausflug nach Mato Grosso - Brasilien - direkt ins Pantanal.

Wir starten von Santa Vitoria do Palmar - Rio Grande do Sul - in Richtung Porto Alegre, die Landeshauptstadt. Das bedeutet zuerst einmal 7 Stunden Busfahrt ....der Hintern wird immer platter und platter...
In Porto Alegre angekommen, genehmigen wir uns eine Nacht im Hotel Acores.

Von Porto Alegre aus soll es dann mit dem Flugzeug weiter gehen nach Sao Paulo - mit Anschlussflug nach Campo Grande. In Campo Grande soll dann ein PKW, samt Fahrer auf uns warten, um die letzte Etappe nach Bonito zu nehmen. Das sind unsere Pläne. Aber wie das manchmal so ist mit Plänen...ganz besonders hier in Brasilien...meistens kommt es anders als man denkt...
Bereits beim einchecken am Flughafen, bekommen wir die erfreuliche Mitteilung gemacht...es landet und startet kein Flieger in Sao Paulo, wegen der heftigen Regenfälle...na prima....kannste nix machen...der junge Mann der TAM gibt sein Bestes und so starten wir (wider erwarten) 3 Stunden später in Richtung Sao Paulo. Ich habe bereits die Posada Caranda informiert, das wie nur mit erheblicher Verspätung eintreffen werden. Zu spät für den Fahrer, der bereits unterwegs ist nach Campo Grande...sind immerhin 3,5 Fahrstunden von Bonito nach Campo Grande. In Sao Paulo geht die Warterei weiter. Gelandet sind wir zwischen 2 Regengüssen, mit dem Weiterflug können wir nun nur hoffen...doch dann 6 Stunden später haben wir es geschafft, wir sitzen tatsächlich im Flieger nach Campo Grande...9 Stunden Verspätung....besser spät als nie.
In Campo Grande erwartet uns der Fahrer es ist kurz vor Mitternacht. Ach ja, by the way...unseren Koffer haben wir in Campo Grande gewissermassen in 2 Teilen in Empfang genommen. Das gute Stück wird nur noch vom Innenfutter zusammen gehalten.
Nun aber rein ins Auto und die letzten Kilometer auch noch hinter uns bringen. Um 4 Uhr morgens haben wir es dann endlich geschafft.
BONITO - Posada Caranda....



Ja und morgen gehts weiter....