Unser Aufenthalt in Malaysia neigt sich dem Ende entgegen. Morgen frueh geht es zurueck nach Thailand, wo wir nochmal 4 Wochen verbringen wollen. Fast 2 Monate haben wir in diesem wunderbaren Land verbracht. Unsere Intention Malaysia zu besuchen, resultierte u.a. aus den unzaehligen Internetberichten ueber ein Volk, genannt die Senoi, die hier in Malaysia ansaessig sein sollen und eine wahrhaft unglaubliche Traumtherapie betreiben. Neugierig wie wir sind, wollten wir dieses Volk ausfindig machen und selber befragen. Was dabei heraus gekommen ist, soll mein Schlusswort zu unserem Aufenthalt in Malaysia darstellen.
Die Traumkultur der Senoi in Malaysia.
2009 wurde ich durch einen Artikel in einer evangelischen Frauenzeitschrift auf die Traumkultur eines Stammes (der Senoi), in Malaysia aufmerksam. Was ich dort, in diesem Artikel und später auch auf anderen Internetseiten über diese Traumkultur finden konnte, hat mich ohne Übertreibung schwer beeindruckt. Wir arbeiten seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Bewusstwerdung und der veränderten Bewusstseinszustände. Problembewältigung wie sie durch die Senoi Indios tagtäglich ausgeübt werden, fallen daher unmittelbar in unser weites Interessen,- und Forschungsgebiet.
Für Euch, die ihr hier vielleicht jetzt nicht so genau wisst, worum es sich handelt, werde ich an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung der Traumtechniken der Senoi einfügen. Wer mit diesem Thema vertraut ist, überspringt einfach diesen Absatz.
Im Dschungel Malaysias lebt der Stamm der Senoi. Bei diesem Stamm steht die Traumarbeit im Mittelpunkt des täglichen Lebens. Jeden Morgen berichtet ein jedes Stammesmitglied von seinen Träumen und diese werden dann, mit Hilfe der Stammesältesten analysiert. Dabei geht es u.a. darum heraus zu finden, welche Botschaften für den einzelnen, aber auch für die Stammesgemeinschaft in diesen Träumen enthalten sind. Der einzelne Träumer soll sich dann unmittelbar allem stellen, mit allem auseinandersetzen. was in seiner Innenwelt auftaucht und ihm Angst macht. Negative Trauminhalte werden u.a. durch Tagträume in positive umgewandelt. Positive Trauminhalte werden entsprechend verstärkt. Jedes Mitglied wird außerdem aufgefordert ein Geschenk aus seinem Traum mitzubringen. Dabei kann es sich um eine Melodie, ein Talent oder aber ein Idee für Kunstgegenstände oder Haushaltsgeräte handeln. Jeder Träumer wird unter Beisein der oder des Traum-Analytikers aufgefordert, seine individuellen Lösungen zu finden. Damit werden alle zwischenmenschlichen Schwierigkeiten durchgearbeitet und thematisiert.
Die Senoi so finden wir weiter heraus, leben seit mehr als 300 Jahren friedlich zusammen. Es gab seither keine kriegerischen Auseinandersetzungen mit Nachbarstämmen. Genauso fremd sind ihnen Gewaltverbrechen, Diebstähle, Raubüberfälle, und selbst innerhalb der Gruppe gibt es keine Reibereien.
Soweit, so gut. Das alles hat uns unmittelbar angesprochen und aufgrund unseres derzeitigen Aufenthaltes hier in Malaysia, lag der Gedanke nur allzu nahe, zu versuchen diesen sagenhaften Stamm der Senoi zu finden und zu besuchen. Dass dies möglich sein müsste, bezeugt eben jener Artikel, den ich bereits anfangs erwähnte. Die Verfasserin ist, nach eigener Aussage vor einigen Jahren, mit Hilfe der Malaysischen Regierung vor Ort gewesen und Zeuge der Traumarbeit dieses Volkes geworden. Nachdem wir uns nun einige Tage in Malaysia akklimatisiert hatten, galt unser Bestreben, einen Weg zu finden, die Senoi ausfindig zu machen.
Damit begann das Dilemma.
Um es vorweg zu nehmen: Sehr geehrte gnädige Frau Verfasserin, Autorin einer christlichen Informationslektüre, ich bedauere außerordentlich Sie hiermit einem Verstoß gegen das 8. Gebot bezichtigen zu müssen. Aber trösten Sie sich mit dem Gedanken, Sie stehen nicht allein damit auf weiter Flur. Wahrscheinlich sind Sie ebenso, wie unzählige vor Ihnen, einem Mythos zum Opfer gefallen. Abgeschrieben, vom Abschreiber?
Was soll das jetzt werdet ihr mich fragen. Nun ganz einfach. Wir sind hier auf einige grundlegende Fakten gestoßen, die uns den Wahrheitsgehalt unzähliger Berichte und Internetseiten anzweifeln lassen. Ich werde mich im Folgenden nur auf die Fakten beziehen, die ich hier, vor Ort vorfand.
Senoi – kein Volk, kein Stamm, sondern ein Sammelbegriff für mehrere im malaysischen Regenwald beheimatet Bevölkerungsschichten. Zu den Senoi gehören. die Ethnien Semai, Temiar, Jah Hut, Che Wong und Mah Mehri. Ihre eigene Sprache haben die Semang zugunsten eines zur austroasiatischen Sprachfamilie zählenden Mon-Khmer-Idioms aufgegeben, das mehrere Dialekte umfasst. Gemeinsam mit den benachbarten Semang und Jakun unterstehen sie als Orang Asli („Ureinwohner”) in Malaysia besonderem staatlichem Schutz.
Also bei welchem dieser vielen Untergruppen wurde nun der sagenhafte Besuch abgehalten?
Ich bohre weiter und erfahre, zu den meist hellhäutigen Gruppe der Senoi zählen als zahlenmäßig stärkste Gruppen die Semai und die Temiar. Ihre Anzahl beläuft sich auf ca. 45.000 Menschen (Stand Dez.2008). Warum heißt es dann überall auf anderen Seiten 12.000 bis 18.000 ?? Die sogenannten „Eingeweihten“, sind sich hinsichtlich der Anzahl der Ureinwohner einig. Offizielle Zahlen von Regierungsseite sind daher bei diesen Herrschaften nicht oder nur wenig relevant? Hm, okay, egal. Je mehr es von Ihnen gibt, desto einfacher dürfte es sein, sie zu finden. Wir wollen sie besuchen. Wie stellen wir das an? Wenn man dazu Regierungshilfe benötigt, wendet man sich am besten an einen Einheimischen und hört, wo man sich hin zuwenden hat – Ministerium? Ich ernte ungläubige Blicke...Was willst Du denn da? Na eine Erlaubnis und Hilfe um die Senoi – besser Temiar oder Semai zu besuchen. Warum denn das? Du nimmst einfach einen Bus, oder ein Flugzeug, oder wenn Du genug Money hast ein Taxi, von Kuala Lumpur aus, sind es ca. 100km bis in die Cameron Highlands und dort findest Du so viele Temiar, Semai oder was immer Du suchst. Ich bin sprachlos. Regierungshilfe? Naja, vielleicht waren damit ja die öffentlichen Verkehrsmittel gemeint? Die sind ja immerhin von der Regierung eingerichtet. Ziemlich schnell findet ich heraus, dass man sich tatsächlich auf eigene Faust, oder aber mit einem der vielen Touranbieter zu einer oder mehrere Siedlungen der Ureinwohner aufmachen kann um dort innerhalb der Dorfgemeinschaften einen oder mehrere Tage zu verbringen.
Vorsichtige Fragen (inzwischen bin ich vorsichtiger geworden, ich mache mich nur ungern mehrmals täglich lächerlich), nach einer besonderen Traumkultur der Orang Asli (Orang=Mensch, Asli=Ursprünglich) werden einstimmig verneint. Nie was von gehört, nichts bekannt. Na so was...
Jetzt hab ich Blut geleckt, hier ist was ober faul und jetzt werde ich der Sache mal so richtig auf den Grund gehen. Kann doch wohl nicht angehen, dass Weltweit von der Diplompsychologen,- bis hin zur Schamanenszene der gutgläubige Hilfesuchende verarscht wird.
Dazu war es notwendig die Quellen zurück zu verfolgen. Wo kommt dieser Mythos her? Wer hat damit angefangen? Was steckt wirklich dahinter?
Bis ca.1930 waren die Orang Asli Malaysias weitestgehend unbehelligt von westlicher Wissenschaft geblieben. Bis 1931 H.D Noone, allgemein Pat Noone genannt, malaysischen Boden betrat. Pat Noone war Ethnologe und hatte sich der Erforschung der drittgrößten Volksgruppe (!) der Senoi verschrieben. Seine ersten Versuche in Kontakt mit dieser Gruppe zu kommen endeten als Fehlschläge. Die Menschen zeigten ihm gegenüber Ablehnung und Misstrauen, flohen vor ihm oder beschimpften ihn. Dies änderte sich erst, als er ein todkrankes Kind, einer dieser Gruppen im Urwald fand und retten konnte. Der Vater dieses Kindes erwies sich als ausgesprochen dankbar und nutzte fortan seinen Einfluss um Pat Noone, mit verschiedenen „Häuptlingen“ bekannt zu machen, und so einen Großteil des Misstrauens Pat Noones gegenüber abzubauen. Ein Kontakt zu den Temiar, den Pat Noone sich am meisten wünschte, konnte jedoch noch immer nicht hergestellt werden. Bis eines Tages ein anderer Häuptling (Kerani Hondai) auftauchte und erklärte er habe in einem Traum (!) den Auftrag erhalten, die in den Bergen lebenden Temiar zu bitten, Kontakt zu Pat Noone aufzunehmen. Im Oktober 1932 begab sich Pat Noone zu den Temiar, zu mehreren längeren Aufenthalten dort. Er lernte die Sprache und gewann das Vertrauen der Temiar. Dort lernte Pat Noone dann auch Dato Bintang kennen, einen Schamanen der bei den Temiar als mächtig und furchtlos galt. 1936 veröffentlichte Pat Noone seine Forschungsergebnisse in einer Fachzeitschrift. Dort wurden erstmals grundlegende Angaben über Wohngebiet, Siedlungsstruktur, Wirtschaftsweise, materielle Kultur etc. veröffentlicht. Jedoch kein Wort über eine Traumkultur.
Als Pat Noone eines Tages von einer Expedition in sein Hauptquartier zurück kehrte, wurde er dort von Kilton Stewart erwartet. Kilton Stewart...amerikanischer Wissenschaftler, Psychologe und Hypnotiseur. Kelton Stewart gab an, er sei sehr an Träumen interessiert und habe von einem gemeinsamen Bekannten (Stein Callenfels) erfahren, dass Pat Noone ebenfalls ein großes persönliches Interesse an Träumen habe. Bereits vor Beginn(!) seiner Feldforschungen in Malaysia hatte Noone großes Interesse an Träumen gehabt. Dies wurde vermutlich durch einen Professor (W.H.R Rivers) ausgelöst, der für seine charismatische Ausstrahlung und seine Lehren in Ethnologie und Psychologie gekannt geworden war und dessen Erbe in den 20ziger Jahren, der Studienzeit Noones noch lebendig gewesen sein dürfte. Doch neben seinen bereits in Studienjahren begründetet Interesse, waren es auch seine persönlichen Beobachtungen bei den Temiar, die Noone faszinierten. Da wäre z.B. das völlige Fehlen von Konflikten innerhalb der sozialen Gemeinschaft. Es gab keine Diebstähle, keine Gewalt, weder innerhalb der Erwachsenen noch gegen Kinder. Unstimmigkeiten wurde durch eine unabhängige „Kommission“ geregelt, die jedoch nicht in unserem Sinne strafte, sondern lediglich Sanktionen gegen eine schuldige Partei verhängt, z.B. in Form von Wiedergutmachungen durch Naturalien.
In Noones Wahrnehmung handelte es sich bei den Temiar um ein durch und durch friedfertiges Volk. Und in einem Brief an seinen Bruder schrieb er 1932 er glaubte (!) der psychologische Trick der Temiar läge in den Träumen begründet. Keine seiner Feldforschungsaufzeichnungen untermauert jedoch diese Aussage. Handelt es sich hierbei um eine, seinen persönlichen Interessen folgende Annahme? Wörtlich schrieb er an seinen Bruder 1932: Ich bin mir nicht sicher, dennoch habe ich das Gefühl es hat etwas mit ihren Träumen zu tun. – I am not sure of my ground as yet, but I feel it has something to do with their dreams-
Noone war bereit Stewart auf eine Expedition mit zu nehmen, diese dauerte den Aufzeichnungen Noones zu Folge 16 Tage. Danach verließ Stewart Malaysia und kehrte erst 3 Jahre später für eine weitere Expedition nach Malaysia zurück.
Wer war nun dieser Kilton Stewart? Nun sein Lebenslauf liest sich wie ein Abenteuerroman. Psychologe, mit einem etwas unsteten Lebenswandel, und ganz offensichtlich auch Schwierigkeiten mit der Wahrheit. Er neigt mehr als einmal zur Übertreibung und zur Hochstapelei, wenn es um seine Lebensgeschichte geht. Wer sich hier für die recht umfangreiche Lebensgeschichte und weitere Fakten im Bezug auf die Verbindung Pat Noone-Stewart Kilton-Traumkultur der Senoi – interessiert, schreibt mir kurz eine Nachricht, ich schicke Euch dann den entsprechenden Link. Ein Bericht der gut recherchiert ist, mit entsprechenden nachprüfbaren Quellenangaben und jeder Menge belegbaren Tatsachen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, es gibt keine nachprüfbaren Fakten, die die legendäre Traumkultur der Senoi in irgendeiner Weise belegen würden. Bemerkenswert hier vielleicht noch zwei weitere Punkte. 1.) Die von Kilton Stewart gemachten Angaben über seine Feldforschungen bei den Senoi stimmen nicht mal im Ansatz, mit den Aufzeichnungen Pat Noones überein. So wurden aus 16 Tagen mehrere Monate und aus 2 Monaten sogar ein ganzes Jahr. 2.) 1938 kehrten Noone und Stewart nach England zurück. Dort hielten beide Vorträge im Royal Anthropological Institut. Der Vortrag Stewarts beinhaltete seine Feldforschungen bei den Negritos auf den Philippinen, auf testpsychologischen Grundlagen und Hypnose beruhend. Die Senoi erwähnte er damals mit keinem Wort. In seiner Dissertation(1947) vergleicht Stewart Träume der Negrito(Philippinen), Yami (Tobago) und der Senoi(Malaysia). Auffallend ist jedoch das die meisten seiner späteren Behauptungen in der Dissertation fehlen. So findet sich z.B. kein Hinweis darauf, das alle Senoi Traumkontrolle üben. Er erwähnt lediglich dass die Schamanen einen kreativen und manipulativen Umgang mit Träumen praktizieren. Ferner wird niemals angedeutet, dass bereits die Kinder der Senoi entsprechend angewiesen oder angeleitet werden, ihre Träume zu manipulieren. Weiterhin ist bekannt, dass die Träume die Stewart bei den Yami zusammen trug fast ausschließlich durch Hypnose induziert wurden. Die Träume der Senoi hingegen wurden von Pat Noone gesammelt. Auch hier können keine allgemeingültigen Aussagen über Trauminhalte und Traumbedeutungen getroffen werden. Durch Hypnose induzierte Träume, mit durch Schamanen erinnerten Träumen zu vergleichen ist mehr als zweifelhaft.
Die Traum Theorie der Senoi, die Stewart in den 50zigern Jahren ins Leben rief, ist geprägt von seinem eigenen Enthusiasmus, seinen Idealen. Stewart wollte die westliche Welt retten und die Senoi waren dabei nur Mittel zum Zweck. Es entstand eine Philosophie die in den 60zigern mit dem Erwachen der New Age Bewegung einen neuen Aufschwung bekam. Doch selbst die Autorin eines der erfolgreichsten Bücher über die Senoi Traumkultur gab 1984 ernüchtert zu, nachdem sie selbst, lange nach Erscheinen ihres Buches, bei einem längeren Aufenthalt in Malaysia erkannte hatte, DAS TRAEUMENDE Volk der Senoi, existiert nicht.
Was bleibt ist die Legende vom friedfertigen, gewaltlosen Volk. Na, wenigstens etwas, dachte ich. Doch auch hier folgte eine weitere Ernüchterung. Richard Noone (der Bruder Pat Noones), selbst war es, der in den Jahren 1959 und 1960 eine Guerilla Truppe, bestehend aus Senoi Mitgliedern zusammen stellte. Er selber war es, der von der erfolgreichen Eliminierung der Kommunisten durch seinen Guerilla Trupp berichtet. Voller Stolz erklärt er, dass sein Trupp von Erfolg zu Erfolg ging, und sich die Anzahl der durch seine Senoi getöteten Feinde grösser war, als durch irgendeine andere Gruppierung. Auch Richards Suche, nach seinem verschollenen Bruder Pat, endet mit einer Gewaltgeschichte. Richard findet auf seiner Suche, einige Temiar die seinen Bruder noch lebend gesehen hatten. Durch diese kann er den Aufenthaltsort eines Temiars ausfindig machen, der sich in der Abwesenheit seines Bruders Pat, um dessen Frau (eine Temiar) gekümmert hatte. So erfuhr er von eben jenem Uda, dass es nach der Rückkehr Pats, zu Eifersuchtsszenen gekommen war, weil Uda sexuelle Ansprüche auf Pats Frau geltend gemacht hatte. Uda tötet (!) Pat durch einen gezielten Schuss, mit einem Blasrohr ins Auge. Ernüchternd muss ich erkennen, auch die Senoi sind „nur“ Menschen. Menschen wie Du und ich, die in keiner Weise den um sie gewobenen Mythos gerecht werden. Pat Noone hatte einen schönen Traum. Den Traum einer gewaltfreien Gemeinschaft. Vielleicht, vielleicht wäre es ihm gelungen, diesen Traum zu realisieren. Er hatte jedoch gewisse folgenschwere Vorkommnisse nicht vorhersehen können.
Nun urteilt selber. Wie gesagt, wer einen genaueren, nachprüfbaren Bericht möchte, dem helfe ich gern weiter, mit den entsprechenden Quellenangaben.
Nichts desto trotz wimmelt es im Internet von Artikeln, Seminarangeboten, Therapieangeboten nach der Senoi Traummethode. Besser noch, einige verwandeln diese Methode noch in eine Jung-Senoi Methode. Was Carl Gustav Jung wohl davon gehalten hätte? Nachdem ich nun guten Gewissens sagen kann, diese Methoden entbehren jeglicher Grundlage, entstanden auf einen Utopia-Gedanken eines exzentrischen, erfolglosen Psychologen bleibt mit wieder nur ein Resümee:
Wer Hilfe sucht, sollte jegliche Gutgläubigkeit hinter sich lassen!
Es geht ihr um Deine Seele, Deine seelische Gesundheit, Deine Ausgeglichenheit,
DEIN LEBEN !!!!
Übergibt die Verantwortung nicht leichtfertig an einen Menschen, der seine Methoden und Theorien auf widerlegbaren Mythen balanciert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um einen Dipl. Psychologen handelt oder einen Balkonschamanen, der Dir weismachen will, die Senoi Traum Methode sei der Heilmacher unter den Methoden. Zumindest seit heute weißt Du, dass da wieder nur einer vom anderen angeguckt und abgeschrieben hat, ohne sich auch nur im Ansatz die Mühe gemacht zu haben, den Wahrheitsgehalt seiner eigenen, auf dem Türschild geschriebenen, auf dem Flyer gedruckten Methoden, zu überprüfen.
Sonntag, 13. September 2009
Kota Kinabalu - Langkah Syabas 08.09.2009
Ach ja Reisetipp für alle, wir haben das Zimmer über Agoda für fast die Hälfte des regulären Preises gebucht.
Kota Kinabalu 06.09.2009
Sie wurde 1914 gebaut, und ist damit nur 2 Jahre jünger als die Titanic. Die Doulos gehört der christlich missionierenden Organisation Gute Bücher für Alle und wird als fahrender Buchladen verwendet. 1977 übernahm die Missionsgesellschaft Operation Mobilisation (OM) „Franca C“ und benannte sie in „Doulos“ um, nach dem griechischen Wort für „Diener, Sklave“. Als Betreiber wurde Gute Bücher für Alle (GBA) gegründet. Seither ist die „Doulos“ mit einer ehrenamtlichen Crew bemannt (inzwischen mehr als 350 Freiwillige aus 45 Nationen) und besucht als Buchladen Häfen auf der ganzen Welt. Die „Doulos“ wird ihren Dienst voraussichtlich 2010 beenden, da sie die dann verbindlich vorgeschriebenen verschärften SOLAS-Bedingungen nicht erfüllt. Um die Bestimmungen erfüllen zu können, müsste die historische Ausstattung aus Holz (die Kommandobrücke z.B. befindet sich mit Ausnahme des Steuerrads, das gegen einen modernen Fahrthebel ausgetauscht wurde, im Originalzustand von 1914) aus Brandschutzgründen ausgetauscht werden. Der finanzielle Aufwand kann vom derzeitigen Eigner nicht erbracht werden.
Um die „Doulos“ über das Jahr 2010 hinaus zu erhalten, wurde die „MV Doulos Preservation Campaign“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die „Doulos“ in ein Hotel, ein Tourismuszentrum oder ein Museumsschiff umzuwandeln, oder als Super-Luxusyacht weiter zu betreiben. Letzteres ist die einzige Möglichkeit, dass die „Doulos“ ihren im Guinness Book of Records eingetragenen Titel als „The words oldest ocean going motor Passenger Liner“ behalten kann.
Um die „Doulos“ über das Jahr 2010 hinaus zu erhalten, wurde die „MV Doulos Preservation Campaign“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die „Doulos“ in ein Hotel, ein Tourismuszentrum oder ein Museumsschiff umzuwandeln, oder als Super-Luxusyacht weiter zu betreiben. Letzteres ist die einzige Möglichkeit, dass die „Doulos“ ihren im Guinness Book of Records eingetragenen Titel als „The words oldest ocean going motor Passenger Liner“ behalten kann.
Und klar im Web Album gibts auch noch mehr Bilder
Kota Kinabalu 05.09.2009
Ach ja und wie gehabt, schöne Bilder und auch reale Bilder gibt es wieder hier:
Borne - Kota Kinabalu 04.09.2009
Donnerstag, 3. September 2009
Zu Gast bei den Orang Ulus 29.08.2009
Kuching 28. 08. 2009
Im Sawarak Cultural Village - Kampung Budaya Sawarak- bekommen wir die Gelegenheit, mit 7 verschiedenen Ethnien Sawarkas in Kontakt zu kommen. Von den Iban, den Orang Ulus, den Melanaus, den Bidayuhs, Penan, Malays und den Chinesen, erfahren wir viel über ihre Kultur, ihren Glauben, ihre Riten und Lebensgebräuche. Eindrucksvoll und unvergesslich sind die Tänze, die wir gezeigt bekommen.
Kuching 24.08.2009 Orang Utans
Das Semenggoh Wildlife Centre ist ein Rehabilitationszentrum für Orang Utans. Es liegt mitten im Regenwald und bereits die Fahrt dahin ist eine Show. Unser freundlicher Lodge Betreiber berät uns gern und verkauft uns auch gleich die entsprechenden Busfahrkarten nach Semenggoh. Der Bus kommt um 13.30 Uhr. Geduldig steht er mit uns an der Strasse. 14.00 Uhr kein Bus...dann endlich der Fahrer wird noch instruiert, wo er uns raus lassen soll. Ist aber an und für sich ueberfluessig, weil sich in dem Bus 90% Touris aufhalten, die alle das gleiche Ziel haben. Im Bus hören wir schon, das es von der Bushaltestelle bis hoch zum Zentrum gute 20 Min. Fußweg sind. Na das werden doch nicht wieder die bereits berüchtigten 150m werden?
Der Bus fährt angeblich um 16.00Uhr wieder zurück in die Stadt. Das wird aber knapp. Der Bus ist asbachuralt, klapperig und sein Fahrer geht im nicht viel aus dem Weg....
Als wir die Bushaltestelle erreichen, bemerkt der Fahrer, quasi nebenbei, das er heute nicht zurück kommt, er sei eh schon so spät dran, deshalb fährt er heute nicht in die Stadt zurück. Soviel zu den Fahrplaenen der öffentlichen Verkehrsmittel? Was jetzt? Wir stehen hier in der Pampa. Aber kein Problem, es findet sich ein freundlicher Mann, mit einem kleinen Van (12 sitzer), der uns anbietet uns später in die Stadt zurück zu fahren. Sind ja nur 45 Fahrminuten..
Also tappen wir los. Wieder einmal durch den Tropenwald zu Fuss. Aber jeder Meter und jeder Tropfen Schweiß sind vergessen, wenn man es dann über sich in den Bäumen, rumoren hört. Da sind sie. Die wahren Ureinwohner. Sie leben hier völlig frei und an den Futterplätzen kommen sie gern zusammen, wenn die Wildhüter sie rufen. Es gibt keine Gitter, keine Gehege. Mehrmals werden wir von einem Wildhüter zur Seite gezogen, wenn einer von ihnen über unsere Köpfe turnt, oder den Weg kreuzt. Und wieder einmal stelle ich fest...der Mensch ist mit Abstand das dümmste Tier das Mutter Natur jemals hervor gebracht hat....wir zerstören systematisch die Natur und ihre Bewohner. Wer wird einmal für UNS Rehabilitationszentren erbauen?
Borneo - Kuching 22.08.2009
Kuching und die weissen Rajhas. Astana (rechts) wurde durch den zweiten weissen Rajha erbaut. Was hat es mit den Rajhas nun genau auf sich? Im 19. Jahrhundert bereiste der englische Abenteurer James Brooke die Nordküste von Borneo in einer Zeit, in der der Sultan von Brunei erhebliche Probleme mit dem Dayakvolk der Bidayuh hatte. Brooke half dem Sultan, die Streitigkeiten zu befrieden. Der Sultan machte ihn 1842 zum Lehnsmann, und drei Generationen der Brookes verwalteten eigenständig das riesige Gebiet des heutigen Sarawak, welches ab 1888 formal britisches Protektorat war. Die Brookes wurden die weißen Rajhas von Borneo genannt. Charles Vyner Brooke, der dritte weiße Raja, wurde durch die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg 1942 vertrieben. Er kehrte 1945 nach Sarawak zurück, übergab aber 1946 die Herrschaft offiziell an die Briten, wodurch Sarawak Kronkolonie des Vereinigten Königreichs wurde.
Die meisten alten Gebäude wurden vom zweiten Rajha Charles Johnson Brooke gebaut. Das Gebäude auf dem linken Bild ist relativ neu und beherbergt das Parlament und den Regierungsitz der Provinz Sawarak. Rechts daneben steht das Fort Margarita, welches ebenfalls durch Sir Charles erbaut wurde und den Namen seiner Frau erhielt. Margarita.
Mittwoch, 2. September 2009
Borneo - Kuching 2.Tag
Kuching bedeutet übersetzt aus dem Malaysischen = Katze
Kuching die Katzenstadt. Sie kann es auch nicht leugnen, man stoesst an jeder zweiten Ecke auf Katzen. Katzenplakate, Katzenplätze, Katzenskulpturen. Katzen wo du gehst und stehst.
Aber außer den Katzen hat Kuching auch noch jede Menge andere schöne Plätze zu bieten.
Die Riverfahrt zum Sonnenuntergang, die sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Kuching Waterfront ist nicht nur vom Land aus einmalig.
Ja und wie immer Fotos findet hier hier :
Borneo - Kuching Ankunft
Nachdem wir das letzte Fruehstueck bei Mr. John Rambo ( nicht meine Erfindung - so hat er sich bei uns vorgestellt) in der Cactus Bar auf Langkawi, eingenommen hatten, wurde es Zeit fuer einen Ortswechsel. Unsere Reisewahl fiel auf Borneo. Als erstes haben wir uns das Bundesland Sawarak ausgesucht und die dortige Hauptstadt Kuching war unser Ziel. Von Langkawi nach Kuala Lumpur, Zwischenstopp fuer eine Nacht im Concorde Inn International Airport Hotel. Luxus pur....fuer 40 Euro die Nacht. Mit Hotel eigenem Flughafenshuttle. Am naechsten Mittag gehts weiter nach Kuching. By the way...fliegen ist in Malaysia billiger als Busfahren in Old Germany. Wir fliegen hier fuer rund 40 Euro Nase. Im Internet hatten wir ein 3 Sterne Hotel ausfindig gemacht. Bietete guenstige Zimmer an der Waterfront in Kuching, inkl Aircon, Fernseher, WiFi, Fruehstueck..rund 15 Euro die Nacht. Dummerweise hatte ich per Internet gebucht. Mach ich fast nie, sonst gehen wir immer auf "Gut Glueck" ins naechste Hotel, oder fragen einfach unseren Taxifahrer. Die kennen sich meistens bestens aus. Nur diesmal..dummerweise...
Als wir im besagten Hotel -mit vier Buchstaben und einem roten Schriftzug- ankommen, gibts gleich an der Rezeption die ersten Ueberraschungen. Aircon - ja aber kostet fuer 12 Std -14 Ringit, WiFi - ja aber kostet fuer 24 Std - 15 Ringit und zaehlt nicht die Zeit die wir nutzen, sondern beginnt ab....sofort bis morgen um 16Uhr irgendwas, Fruehstueck - ja aber kostet extra, ich will schon gar nicht mehr wissen wieviel, Fernseher - ja aber kostet extra...langsam werd ich stinkig....ach ja und die Handtuecher - ja aber auch die kosten extra...ich bin kurz vorm ueberkochen....
Im Zimmer angekommen gehts gleich weiter...ein Hasenkasten ist riesig gegen das was man in dem Haus als Zimmer bezeichnet. Da musste rueckwaerts reingehen, damit du vorwaerts raus gehen kannst. Nein im Ernst Hundeeng, kein Schrank, kein Tisch, kein Stuhl....nur Bett und Bad. Ach ja fuer alle die schon mal in Hermena ein Bad benutzt haben - Unsere Baeder sind RIESIG, gegen das Wohnklo hier. Apropo Bad..da gings dann gleich weiter. Im Waschbecken klebte noch der Rasierschaum und die Barthaare von unserem Vorgaenger....Baehhhhh
Ich schlag das Bett auf, inzwischen such ich schon in den Kruemmeln um mich aufregen zu koennen...und traue meinen Augen nicht...frische Blutflecken prangen kurz unterm Kopfkissen auf dem Bettlaken...
So jetzt langts....
Bevor Friedbert noch weiss wie ihm geschieht, steht er neben mir an der Rezeption..wir wollen nur noch hier weg und zwar so schnell wie moeglich.
Das Maedel an der Rezeption schiebt mir ein DinA4 Blatt zu. Was ist das? Sie moechten vielleicht eine kleine Beurteilung ueber ihren Aufenthalt abgeben? Ich schaue Sie nur an, und frage sie ob sie das WIRKLICH will? Sie will nicht wirklich...
Und so stehen wir auf der Strasse, auf meine Frage ob Sie mir ein Taxi rufen kann, bekomme ich zur Antwort, gegenueber am Hilton gaebe es Taxis. Dummer grosser weisser Vogel!
Natuerlich kein Taxi..also tappen wir los, mit Sack und Pack...
Zum Glueck hatten wir an der Waterfront eine kleine Lodge gesehen. Auf gehts.. immer die Strasse lang...In der Lodge wechselt schlagartig die Atmosphaere. Wir werden super freundlich begruesst. Ja man hat noch ein Zimmer frei...16 Euro die Nacht. Schon in der Halle fuehlt man sich wie zuhause. Alles pikobello sauber...und das Zimmer...einfach nur toll toll toll.
Am naechsten Morgen kommen wir in die grosse Gemeinschaftskueche. Gleich kommt der Chef, den Kaffee laesst er uns noch selber nehmen, die Toastbrote werden gemacht, es gibt noch ein paar kleine Landestypische Leckereien. Fragt mich nicht was..in gruene Blaetter eingewickelt, lecker und suess...
So gehts auch.......
Als wir im besagten Hotel -mit vier Buchstaben und einem roten Schriftzug- ankommen, gibts gleich an der Rezeption die ersten Ueberraschungen. Aircon - ja aber kostet fuer 12 Std -14 Ringit, WiFi - ja aber kostet fuer 24 Std - 15 Ringit und zaehlt nicht die Zeit die wir nutzen, sondern beginnt ab....sofort bis morgen um 16Uhr irgendwas, Fruehstueck - ja aber kostet extra, ich will schon gar nicht mehr wissen wieviel, Fernseher - ja aber kostet extra...langsam werd ich stinkig....ach ja und die Handtuecher - ja aber auch die kosten extra...ich bin kurz vorm ueberkochen....
Im Zimmer angekommen gehts gleich weiter...ein Hasenkasten ist riesig gegen das was man in dem Haus als Zimmer bezeichnet. Da musste rueckwaerts reingehen, damit du vorwaerts raus gehen kannst. Nein im Ernst Hundeeng, kein Schrank, kein Tisch, kein Stuhl....nur Bett und Bad. Ach ja fuer alle die schon mal in Hermena ein Bad benutzt haben - Unsere Baeder sind RIESIG, gegen das Wohnklo hier. Apropo Bad..da gings dann gleich weiter. Im Waschbecken klebte noch der Rasierschaum und die Barthaare von unserem Vorgaenger....Baehhhhh
Ich schlag das Bett auf, inzwischen such ich schon in den Kruemmeln um mich aufregen zu koennen...und traue meinen Augen nicht...frische Blutflecken prangen kurz unterm Kopfkissen auf dem Bettlaken...
So jetzt langts....
Bevor Friedbert noch weiss wie ihm geschieht, steht er neben mir an der Rezeption..wir wollen nur noch hier weg und zwar so schnell wie moeglich.
Das Maedel an der Rezeption schiebt mir ein DinA4 Blatt zu. Was ist das? Sie moechten vielleicht eine kleine Beurteilung ueber ihren Aufenthalt abgeben? Ich schaue Sie nur an, und frage sie ob sie das WIRKLICH will? Sie will nicht wirklich...
Und so stehen wir auf der Strasse, auf meine Frage ob Sie mir ein Taxi rufen kann, bekomme ich zur Antwort, gegenueber am Hilton gaebe es Taxis. Dummer grosser weisser Vogel!
Natuerlich kein Taxi..also tappen wir los, mit Sack und Pack...
Zum Glueck hatten wir an der Waterfront eine kleine Lodge gesehen. Auf gehts.. immer die Strasse lang...In der Lodge wechselt schlagartig die Atmosphaere. Wir werden super freundlich begruesst. Ja man hat noch ein Zimmer frei...16 Euro die Nacht. Schon in der Halle fuehlt man sich wie zuhause. Alles pikobello sauber...und das Zimmer...einfach nur toll toll toll.
Am naechsten Morgen kommen wir in die grosse Gemeinschaftskueche. Gleich kommt der Chef, den Kaffee laesst er uns noch selber nehmen, die Toastbrote werden gemacht, es gibt noch ein paar kleine Landestypische Leckereien. Fragt mich nicht was..in gruene Blaetter eingewickelt, lecker und suess...
So gehts auch.......
Abonnieren
Kommentare (Atom)